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Coinbase-Aktie weiter mit auffälligen Käufen

Coinbase-Aktie weiter mit auffälligen Käufen
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Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Enviva Partners

Bei dem US-Konzern Enviva Partners hält die positive Stimmung unter den Firmeninsidern weiter an. Nachdem bereits Mitte Oktober acht verschiedene Insider Aktien einsammelten, hat nun der renommierte Hedgefondsmanager Jeffrey Uebben nochmals zugeschlagen. Uebben hat seine Position um 25.000 Aktien aufgestockt. Beim Kurs von 50,24 Dollar hatten die Käufe einen Gegenwert von 1,25 Millionen Dollar. Mittlerweile hält der Hedgefondsmanager 5,513 Millionen Enviva Partners-Aktien, was knapp 8,3% aller Stimmrechte entspricht.

Uebben hatte im Jahr 2000 den Hedgefonds ValueAct Capital gegründet und 20 Jahre erfolgreich geführt, bevor er dann seinen neuen Impact Fonds Inclusive Capital startete. Als Aktivist will er sich bei seinem jüngsten Fonds auf die Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Leistungen eines Unternehmens konzentrieren, um die zukünftige Rentabilität zu bestimmen.

Enviva Partners produziert und vertreibt Holzpellets in Nutzholzqualität. Die Produkte des Unternehmens werden als Ersatz für Kohle in der Stromerzeugung und in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen eingesetzt. Beliefert werden Stromerzeuger im Vereinigten Königreich, in Europa und in Japan. In seinem CSR-Bericht für das Jahr 2021 kündigte Evinva Partners an, dass das Unternehmen bis 2030 eine Netto-Null-Treibhausgasemission erreichen Im zweiten Quartal kletterten die Umsätze um 8,4% auf 281 Millionen Dollar. Unter dem Strich verharrte Enviva weiterhin in der Verlustzone (-27 Millionen Dollar).

Lockheed Martin

Bei dem Rüstungs-Riesen Lockheed Martin hat ein Director nachgelegt und seine Position weiter ausgebaut. John Donavon sammelte 568 Aktien zum Preis von 441,43 Dollar ein. Entsprechend lag der Gegenwert der Transaktion bei 250.732 Dollar. Mit den Zukäufen hat der Firmeninsider seinen Aktienbestand um 47% auf 1.768 Anteilscheine erhöht.

Die Lockheed Martin Corporation ist ein US-amerikanischer Rüstungs- und Technologiekonzern, der vor allem in der militärischen sowie zivilen Luftfahrt als auch in der Raumfahrt aktiv ist. Ungefähr 71 % des 2021 erreichten Umsatzes von 67 Milliarden Dollar wurden durch Käufe der US-amerikanischen Regierung erzielt. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um 3,4% auf 16,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,77 Milliarden Dollar hängen (+189% vs. Q2 2021).

Coinbase

Bei der Kryptoplattform Coinbase hält die positive Stimmung unter den Insidern an. Director Tobias Lütke hat auch in der vergangenen Woche nochmals zugegriffen und zum Kurs von 72,90 Dollar insgesamt 5.349 Anteilsscheine eingesammelt (Transaktionswert: 389.942 Dollar). Damit summieren sich seine Käufe seit Mitte August 56.793 Aktien in einem Gegenwert von rund 4,1 Millionen Dollar.

Coinbase Global ist eine US-amerikanische Aktiengesellschaft, die eine Handelsplattform für Kryptowährungen betreibt. Über Coinbase können beispielsweise Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ethereum Classic, Bitcoin Cash, XRP, Litecoin und viele weitere, gehandelt und in offizielle Währungen, wie Dollar und Euro, getauscht werden.

Die Kernschmelze am Kryptomarkt hat Coinbase im zweiten Quartal einen Milliardenverlust eingebrockt. Das Trading-Volumen sackte um 30% in den Keller und die Transaktionserlöse reduzierten sich um 35%. Unter dem Strich fiel der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 60% auf 803 Millionen Dollar. Im Gegenzug hatte der Kryptospezialist mit steigenden Kosten zu kämpfen. Am Ende stand ein Verlust in Höhe von rund 1,1 Milliarden Dollar in den Büchern. Im Vorjahresquartal erzielte Coinbase noch ein Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar.