Cummins und Daimler machen gemeinsame Sache

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Der US-amerikanische Motoren-Spezialist und Wasserstoff-Gewinner Cummins macht gemeinsame Sache mit Daimler. (Foto: Ivan Kurmyshov / Shutterstock.com)

In dieser Woche verkündeten die beiden Unternehmen Cummins und Daimler eine spannende Kooperation. Da der US-amerikanische Motoren-Hersteller Cummins nicht jedem von Ihnen ein Begriff sein dürfte, hier zunächst ein paar Informationen dazu, bevor ich gleich auf die Meldung eingehe.

Cummins Inc. ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das sowohl Energieversorgungs-Systeme, als auch eine Vielzahl an Motoren gestaltet, herstellt, verkauft und wartet. Cummins vertreibt seine Produkte sowohl an Erstausstatter als auch direkt an seine Kunden.

Das Unternehmen besitzt Betriebs- und Produktionsanlagen auf der ganzen Welt. Die strategisch wichtigsten Niederlassungen und Verteilerzentren befinden sich in Europa, Indien, Mexiko, China und Brasilien.

Cummins kann als Traditionsunternehmen bezeichnet werden (gegründet 1919), zeichnet sich aber dadurch aus, stets frühzeitig auf neue technologische Trends zu setzen. So hat das US-Unternehmen schneller als viele Konkurrenten auf E-Batterien und Wasserstoff-Lösungen gesetzt. Die passende Technologie wurde eigenständig entwickelt und auch durch mehrere Zukäufe verstärkt (speziell im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie).

Partnerschaft mit Daimler

Die LKW- und Bussparte von Daimler, die Daimler Truck AG, und Cummins haben in dieser Woche die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung bekannt gegeben. Inhalt ist eine globale strategische Partnerschaft für mittelschwere Motoren. Zudem werden weitere Schritte der Zusammenarbeit ausgelotet, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Im Rahmen der geplanten strategischen Partnerschaft wird Cummins in die Weiterentwicklung der mittelschweren Motorenplattform sowie deren globale Produktion und Lieferung für Daimler Trucks & Buses investieren.

„Die Absichtserklärung zwischen der Daimler Truck AG und Cummins rüstet die Motorenproduktion am Standort Mannheim für die Zukunft und stärkt zugleich unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Daimler-Truck-Chef Martin Daum.

Ausweitung der Wasserstoff-Aktivitäten in Deutschland

Darüber hinaus wurde kürzlich im Rahmen des Wasserstoff-Tages von Cummins bekannt, dass das Unternehmen im Bereich der Elektrolyseur-Technologie ein jährliches Umsatzpotenzial von 400 Mio. US-Dollar sieht. Zur Erläuterung: Mit Hilfe von Elektrolyse wird aus elektrischem Strom Wasserstoff gewonnen. Besonders spannend ist zudem, dass Cummins seine Wasserstoff-Aktivitäten auch in Deutschland immer weiter ausweitet.

Cummins gab bekannt, dass das Unternehmen im Sommer 2021 eine neue Anlage in Herten eröffnen will, die sich im ersten Schritt auf die Montage von Brennstoffzellensystemen für Alstom, den globalen Marktführer für wasserstoffbetriebene Züge, konzentrieren will.

„Die Entscheidung, diesen neuen Standort für Brennstoffzellensysteme in Deutschland zu eröffnen, ist ein Beweis für das Engagement von Cummins, unsere Wasserstoffkapazitäten zu beschleunigen. Diese Einrichtung wird uns besser in die Lage versetzen, Kunden in Europa zu unterstützen und unsere Position als Marktführer bei der Gestaltung der Wasserstoffwirtschaft von morgen strategisch zu stärken “, sagte Amy Davis, Präsidentin von New Power bei Cummins.

Matthias Müller, Bürgermeister von Herten, kommentiert das wie folgt: „Es ist fantastisch, einen Global Player wie Cummins in unseren Park aufzunehmen.“ Die neue Cummins-Anlage soll im Juli 2021 eröffnet werden und in Herten neue Arbeitsplätze im Bereich der sauberen Technologie schaffen.

Laut meiner Analysen ist die Cummins-Aktie ein attraktives Wasserstoff-Investment, das nach wie vor nicht überbewertet ist. Weitere Details zu Cummins finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“. Dort finden Sie zudem weitere aussichtsreiche Wasserstoff-Empfehlungen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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