Vorsicht! Der Dow Jones bröckelt! Trendwende voraus?

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Wir geben dem Dow Jones noch mindestens einen Tag, um zu entscheiden, ob er wirklich jetzt nach unten durchziehen will. Mögliche Ziele stehen im Chart. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Den heutigen großen Verfall erwähne ich kurz zu Beginn: Der DAX gibt knapp 300 Punkte oder 2 Prozent ab und steht bei rund 15.450. Der tiefste Stand seit Mai. Da war richtig Bewegung drin. Ob das aber wirklich am Verfall liegt? Schließlich ist die Wall Street heute extrem schwach und das kann auch oft reichen, um den DAX mit nach unten zu ziehen. Insofern, schauen wir einmal, was die nächste Woche bringt. Der Dow Jones ist auf jeden Fall kritisch zu sehen. Warum das so ist, schauen wir uns gleich an.

Dow Jones im Tageschart

Das letzte Tief Anfang November markierte den Startpunkt einer fast 9.000 Punkte Rallye. Jetzt haben wir die passenden Aufwärtstrendlinie allerdings nach unten durchbrochen. Und haben heute dazu auch noch ein tieferes Tief gebaut. Zwei Punkte, die wir nicht ignorieren können.

Sollten wir jetzt tatsächlich umkippen, wäre der Bereich um 31.650 Punkte ein erstes attraktives Ziel. Dort liegt zusätzlich das 38,2er Retracement und hat insofern eine gewisse Anziehungskraft. Im Tageschart sehen Sie die grüne Linie. Dort haben sich die Kurse im Februar teils ewig aufgehalten. Das kann dort also auch noch einmal ein Wiedersehen geben.

Wir haben demnach eine Kombination aus Fibonacci und Kursbereich, an dem die Kurse über Wochen zur Seite gelaufen sind. Das kann klappen! Laut dem obigen Chart haben wir auch schon ein tieferes Hoch und ein tieferes Tief gemacht. Das tiefere Tief heute hat aber einen noch faden Beigeschmack. Denn wenn wir uns den Dow Jones in den durchlaufenden Kursen anschauen, hatten wir das heutige Tief bereits am 13. Mai. Insofern aus heutiger Sicht also ein möglicher Doppelboden!

Das ist dann genau das Gegenteil eines Verkaufssignals. Wir brauchen offensichtlich noch eine Tageskerze, um vernünftig entscheiden zu können. Denn sonst werden wir ausgetrickst, abhängig davon, welche Version des Charts wir uns anschauen.

Sie sehen, es ist das Äquivalent zu unterschiedlichen Zeitebenen. Es muss nicht immer der Tageschart, Wochenchart und 4-Stunden-Chart angeschaut werden. Der Vergleich geht beim DAX ähnlich, wenn Sie sich die Xetra-Kurse anschauen und mit den durchlaufenden Vergleichen. Das war im Corona-Crash ebenfalls interessant: Bei den durchlaufenden Kurse im DAX hatten wir damals sogar die 8.000 Punkte geknackt und lagen kurzzeitig darunter. Das ist per Xetra gar nicht zu sehen.

Fazit

Wir geben dem Dow Jones noch mindestens einen Tag, um zu entscheiden, ob er wirklich jetzt nach unten durchziehen will. Dann wären es immer noch über 1.000 Punkte Strecke, die wir als Trade mitnehmen könnten. Als Stopp können wir dann ein paar Punkte über dem heutigen Tief nehmen, dass sich voraussichtlich auf das Tief vom 13. Mai reimt.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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