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HP profitiert von Homeoffice

Inhaltsverzeichnis

Die weltweiten Lockdowns im Frühjahr in Folge der raschen Ausbreitung des Corona-Virus sorgten dafür, dass plötzlich sehr viele Menschen in Heimarbeit (ins sogenannte Homeoffice) geschickt wurden.

Eine aktuelle GfK-Umfrage, die in den Unternehmen durchgeführt wurde, gibt spannende Einblicke, wie die Menschen mit der Heimarbeit zurecht gekommen sind und wie sie die Perspektiven einschätzen.

67% der Befragten gaben an, sich aufgrund der Corona-Krise neue Arbeitsweisen angewöhnt zu haben. Immerhin noch fast die Hälfte der Befragten (45%) glauben zudem, dass Homeoffice-Regeln nach der Corona-Krise weiter Bestand haben werden. Und 31% der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass die Arbeitszeiten weiterhin flexibel bleiben.

Laptop-Boom geht weiter

Was bedeutet das? Aus meiner Sicht bedeutet das unter anderem, dass der zuletzt riesige Laptop-Boom weiter anhalten wird. Im 2. Quartal stieg der globale Absatz um 11,2% auf 72,3 Mio. Geräte. Wenn die Lagerräume der PC-Hersteller nicht so schnell leergeräumt gewesen wären, hätte das Wachstum noch eine ganz andere Dimension erreicht.

Die Unternehmen haben relativ schnell reagiert und ihre Homeoffice-Mitarbeiter ausgerüstet, aber weltweit warten z.B. viele Millionen Schüler und Lehrer auf PCs und Laptops. Es wird mehrere Jahre dauern, bis alle Schulen ausgerüstet wurden. Die wenigen noch aktiven großen PC-Hersteller können sich über einen langen Boom freuen. Ganz vorne dabei ist der Weltmarktführer HP.

Aktuelle Zahlen von HP im Überblick

Analysten und Investoren warteten zuletzt mit großer Spannung auf die frischen Zahlen des Computer- und Drucker-Giganten HP. Die dann veröffentlichten Zahlen haben die Erwartungen weit übertroffen. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,49 US-Dollar statt 0,43 US-Dollar, und mit einem Umsatz von 14,3 Mrd. US-Dollar wurden die Analystenschätzungen um über 1 Mrd. US-Dollar übertroffen.

Speziell im Bereich Laptops (Notebooks) war die Nachfrage riesig. Geringe Lagerbestände und unterbrochene Lieferketten führten aber dazu, dass die Computer-Hersteller nicht jeden Kundenwunsch zeitnah erfüllen konnten. Ein Teil der Nachfrage verschiebt sich in die kommenden Quartale. Bei Behörden und Schulen dürfte die Nachrüstung sogar noch mehrere Jahre dauern.

Blicken wir nun auf die Prognosen für das Geschäftsjahr 2019/20: Der Gewinn je Aktie soll 2,16 bis 2,20 US-Dollar erreichen. Das bedeutet: Trotz des Kurssprungs nach der Zahlenvorlage liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) noch immer bei unter 10.

Und als Bonus gibt es eine Dividenden-Rendite von fast 4%. Zudem sehe ich zukünftig großes Potenzial für die 3-D-Druck-Sparte von HP. In diesem Bereich will HP Weltmarktführer werden. Gelingt das, ist die Aktie aus heutiger Sicht viel zu günstig.