Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Großer Aktienkauf bei Schnellimbisskette Chipotle Mexican Grill. Restaurantkette startet mit kräftigem Umsatzplus ins Geschäftsjahr 2021 (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Chipotle Mexican Grill:

Bei der Schnellimbisskette Chipotle Mexican Grill griff der Director Matt Carey zu. Zum Kurs von 1.485 Dollar legte sich Carey 673 Aktien ins Depot. Für die Käufe musste der Firmeninsider knapp 1 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Chipotle Mexican Grill betreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Chipotle Mexican Grill Restaurants. Ähnlich wie bei Subway werden auch hier die Gerichte vor den Augen des Kunden nach dessen Wünschen frisch zubereitet. Zum Service von Chipotle gehört es auch, dass eine Bestellung unterwegs bzw. online abgegeben werden kann und damit das Essen dann an einem Pick-Up-Schalter fertig und abholbereit steht. Chipotle strebt dabei im Rahmen des Konzeptes „Food with Integrity“ an, ausschließlich Fleisch von Tieren zu verwenden, die möglichst ohne antibiotische oder hormonelle Behandlung aufgezogen wurden. Zum 31. Dezember 2020 besaß und betrieb das Unternehmen 2.724 Chipotle-Restaurants in den Vereinigten Staaten, 40 internationale Chipotle-Restaurants und 4 Nicht-Chipotle-Restaurants. Fürs erste Quartal 2021 meldete das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von +23 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7 Milliarden Dollar und einen um +74% gesteigerten Gewinn von 5,36 Dollar je Aktie.

Latham Group:

Zum Börsengang des Swimmingpool-Konzerns Latham Group kam es zu mehrfachen Aktienkäufen durch Firmeninsider. Insgesamt schlugen 11 verschiedene Insider zu und legten sich zum Preis von 19 Dollar 127.500 Aktien ins Portfolio. Der Transaktionswert belief sich entsprechend auf 2,42 Millionen Dollar.

Das Poolgeschäft boomt: Laut der Pool and Spa Alliance verzeichnete die Poolbranche in den USA im Jahr 2020 ein Rekordwachstum von 24 %, da die Menschen in ihre Eigenheime investierten, anstatt zu verreisen. Latham hat allein in den USA im letzten Jahr 8.700 Glasfaser-Pools installiert und damit knapp über 400 Millionen Dollar eingenommen. Die Firma erwartet, dass diese Nachfrage auch nach der Pandemie anhalten wird, da mehr Hausbesitzer Glasfaser-Pools gegenüber Beton- oder Kunststoff-Varianten wählen. Zum Hintergrund: Einer der Hauptvorteile von Glasfaserpools sind die niedrigeren Anschaffungskosten von etwa 28% im Vergleich zu anderen Pooltypen. Zudem punkten die Pools mit geringeren Gesamtbetriebskosten.

Artisan Partners Asset Management:

Beim US-Vermögensverwalter Artisan Partners Asset Management gab es ebenfalls einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director Techn Coxe erwarb 98.000 Aktien zum Preis von 51,06 Dollar je Anteilschein. Insgesamt musste Coxe für den Kauf gut 5 Millionen Dollar berappen. Es handelte sich um den ersten Aktienkauf des Directors.

Artisan Partners Asset Management ist eine Investmentgesellschaft. Das Unternehmen bietet eine Reihe von US-amerikanischen, nicht-amerikanischen und globalen Anlagestrategien an, die jeweils von einem seiner Investmentteams verwaltet werden. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigerte Artisan seine Umsätze deutlich um 43% auf 290,7 Millionen Dollar. Noch stärker legte der Gewinn um 122% auf 77,3 Millionen Dollar zu.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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