Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Großaktionär legt nach Kursrutsch bei Snowflake-Aktie nach. Spezialist für Cloud-basierte Datenanalyse weiter mit hohen Wachstumsraten (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Trupanion:

Bei dem Versicherungsspezialisten Trupanion zeigte sich nach den Quartalszahlen der Director Robin Ferracone zuversichtlich und stockte seinen Aktienbestand deutlich um 54% auf. Insgesamt erwarb der Firmeninsider 18.000 Anteile zum Preis von 78,60 Dollar das Stück. Damit belief sich das Transaktionsvolumen auf 1,43 Millionen Dollar.

Trupanion bietet zusammen mit seinen Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten, Kanada, Puerto Rico und Australien Krankenversicherungen für Katzen und Hunde auf monatlicher Abonnementbasis an. Das Unternehmen ist in den Segmenten Subscription Business und Other Business tätig. Es bedient Haustierbesitzer und Tierärzte. Das Unternehmen war früher unter dem Namen Vetinsurance International, Inc. bekannt und änderte 2013 seinen Namen in Trupanion.

Im ersten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatzplus von 38,9% auf 154,7 Millionen Dollar. Unter dem Strich blieb Trupanion aber in den roten Zahlen und musste einen Verlust von 12,4 Millionen Dollar ausweisen.

Weyerhaeuser:

Den ersten Aktienkauf eines Firmeninsiders seit September letzten Jahres gab es bei Weyerhaeuser, einem der weltgrößten Forstwirtschaftskonzerne. Der Finanzvorstand Nancy Loewe erwarb zum Kurs von 38,56 Dollar insgesamt 10.000 Aktien. Das Kaufvolumen lag entsprechend bei 385.562 Dollar. Nach den Zukäufen hält Loewe 31.627 Anteilsscheine des Unternehmens.

Weyerhaeuser ist ein richtiges Traditionsunternehmen. Die Firma ist einer der weltweit größten privaten Waldbesitzer und nahm ihre Geschäftstätigkeit bereits im Jahr 1900 auf. Insgesamt besitzt und kontrolliert der Konzern ca. 11 Millionen Hektar Holzland in den USA und bewirtschaftet weitere Holzflächen in Kanada unter langfristigen Lizenzen. Zudem ist Weyerhaeuser einer der größten Hersteller von Holzprodukten in Nordamerika.

Zum Jahresstart liefen die Geschäfte ausgesprochen rund, da der boomende Immobilienmarkt und der steigende Holzpreis für kräftigen Rückenwind sorgten: Der Umsatz legte im ersten Quartal auf 2,5 Milliarden Dollar zu (Q1 2020: 1,72 Mrd. Dollar). Dabei wirtschaftete Weyerhaeuser mit einem Quartalsgewinn von 681 Millionen Dollar hochprofitabel (Q1 2020: 150 Mio. Dollar).

Snowflake:

Der Kurs des Technologiekonzerns Snowflake stand zuletzt unter Druck. Seit dem Jahreswechsel haben die Papiere des Unternehmens über 30% an Wert verloren. Auf diesem Kursniveau wittert der Großaktionär Iconic Strategic Partners offenbar ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Zum Kurs von 196,91 Dollar erwarb der Firmeninsider 126.963 Aktien. Insgesamt lag der Transaktionswert bei rund 25 Millionen Dollar.

Snowflake ist ein Datenspeicherungs- und -analyseunternehmen auf Basis einer eigenen Cloud-Plattform. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San Mateo im Silicon Valley wurde im Jahr 2012 von den beiden Franzosen Benoit Dageville und Thierry Cruanes gegründet, die beide zuvor unter anderem mehr als zehn Jahre beim US-Datenbankanbieter und SAP-Konkurrenten Oracle gearbeitet haben. Snowflake bietet Unternehmen eine Plattform, um riesige Mengen von Daten in einer Cloud zu speichern, zu verwalten und zu analysieren.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr kletterten die Umsätze auf 592 Millionen Dollar (+123%). Gleichzeitig weitete sich der Verlust kräftig von 348,5 auf 539,1 Millionen Dollar aus.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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