Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider legt beim Videospielekonzern Activision Blizzard nach. Hohe Nachfrage nach Computerspielen hält weiter an. Activision Blizzard-Umsätze ziehen zum Jahresstart um 27% an (Foto: Casimiro PT)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Radius Global Infrastructure:

Auffällige Aktienkäufe von Firmeninsidern gab es zuletzt bei dem Funkturmspezialisten Radius Global Infrastructure. Bei dem US-Konzern legten die beiden Großaktionäre Centerbridge Partners und DKLDO V Trading nach und sammelten insgesamt 1,85 Millionen Aktien ein. Beim Kaufpreis von 13,95 Dollar belief sich der Transaktionswert der Käufe auf 25,8 Millionen Dollar. Nach den Zukäufen hält Centerbridge rund 10% aller Stimmrechte, DKLDO V Trading besitzt nun sogar 14,54% aller ausstehenden Aktien.

Radius Global Infrastructure befasst sich über seine Tochtergesellschaften mit dem Erwerb und der Vermietung von Immobilien im Bereich der drahtlosen Telekommunikation. Das Unternehmen vermietet also beispielsweise Dächer und Funktürme, die Mobilfunkzellenstandorten zugrunde liegen. Zum 31. Dezember 2020 hatte das Unternehmen Anteile an 7.189 Mietverträgen, die sich auf 5.427 Kommunikationsstandorte in den Vereinigten Staaten und 18 anderen Ländern beziehen.

Vom Geschäftsvolumen ist die Firma aber noch relativ klein: Im ersten Quartal erzielte Radius Global Infrastrutcure einen Umsatz von 22,2 Millionen Dollar (+42% vs. Q1 2020).

Activision Blizzard:

Beim Computer- und Videospiel-Konzern Activision Blizzard gab es ebenfalls größere Aktientransaktionen. Der Director Peter Nolan erwarb seit Anfang Mai 22.000 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 93,42 und 95,62 Dollar musste Nolan für die Zukäufe insgesamt 2,08 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Unter dem Strich erhöhte der Firmeninsider seinen Aktienbestand durch die Zukäufe um 38%.

Activision Blizzard ist ein US- Computer- und Videospiele-Konzern. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Bereiche Action, Adventure, Sport, Rollen- und Strategiespiele. Das Portfolio von Activision Blizzard umfasst Bestseller im Videospielbereich wie Call of Duty, Skylanders, World of Warcraft, StarCraft und Diablo. ActivisionBlizzard entwickelt und veröffentlicht Spiele auf allen führenden interaktiven Plattformen und seine Spiele sind in den meisten Ländern der Welt erhältlich.

Zum Jahresstart kletterte der Umsatz im ersten Quartal um 27% auf 2,27 Milliarden Dollar. Am Ende stand ein Gewinn von 619 Millionen Dollar in den Büchern, was einer Gewinnspanne von 27,21% entspricht.

Avis Budget:

Seit dem Jahreswechsel setzte die Aktie des Autovermietungsspezialisten Avis ihren Höhenflug fort (+136%). Auf Sicht der zurückliegenden 12 Monate schoss die Aktie sogar um 641% nach oben. Trotz des erhöhten Kursniveaus legte zuletzt der Firmeninsider Bernado Hees nach und erwarb zum Kurs von 79,39 Dollar insgesamt 63.000 Anteilsscheine (Transaktionswert: 5 Millionen Dollar).

Die Avis Budget Group ist die US-amerikanische Muttergesellschaft der Mietwagenunternehmen Avis, Budget und Zipcar. Im ersten Quartel musste der Konzern einen Umsatzrückgang von 21,7% auf 1,37 Milliarden Dollar ausweisen. In den USA gingen die Umsätze um 14% auf 1,08 Milliarden Dollar zurück, während das internationale Geschäft um 41% auf 292 Millionen Dollar absackte. Unter dem Strich musste der Konzern einen Quartalsverlust von 170 Millionen Dollar verkraften.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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