Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Aktie des Tinder-Rivalen Bumble nach Kursrutsch mit auffälligen Aktienkäufen (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Peloton Interactive:

Zuletzt gab die Aktie des Fitness- und Laufbandherstellers Peloton Interactive deutlich nach, nachdem der Konzern nach einem tragischen Todesfall eine große Rückrufaktion seiner Laufbänder durchführen musste. Diese Kursschwäche nutzen einige Großinvestoren um ihre Bestände weiter aufzustocken. Insgesamt wurden 457.317 Aktien zu Kursen zwischen 94,94 und 100,26 Dollar gekauft. Damit belief sich das Transaktionsvolumen auf über 45 Millionen Dollar. Aber beachten Sie: Zuvor kam es bei zahlreichen Managern zu Verkäufen in der Aktie.

Ungeachtet der Rückrufaktion blieb die Wachstumsdynamik im abgelaufenen Quartal (Januar bis März 2021) unverändert hoch: Der Umsatz kletterte um 140% auf 1,26 Milliarden Dollar. Das Quartal endete mit einem Anstieg der Connected-Fitness-Abonnements um 135% auf 2,08 Millionen und bezahlte Digital-Abonnements wuchsen um 404% auf 891.000 – die Gesamtzahl der Mitglieder stieg auf 5,4 Millionen. Nach einem Verlust von 55,6 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahresquartal stand nun ein deutlich verringerter Verlust von 8,6 Millionen Dollar in den Büchern.

Bumble:

Auffällige Aktienkäufe gab es auch beim Tinder-Rivalen Bumble. Nachdem sich die Aktie nach dem Börsengang im Februar schnell vom Ausgabepreis von 43 Dollar auf 78 Dollar verteuerte, rutschten die Papiere im Nachgang wieder in den Keller. Auf dem ermäßigten Kursniveau kauften ein President und ein Director insgesamt 119.500 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 39,94 und 42,81 Dollar mussten die beiden Firmeninsider für die Zukäufe insgesamt über 5 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Zum Jahresstart zeigte die Dating-App kräftige Wachstumsraten: Bumble erwirtschaftete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 einen Unternehmensumsatz in Höhe von 170,71 Millioinen Dollar (Vorjahr: 79,15 Millionen Dollar). Das operative Ergebnis betrug im Berichtszeitraum minus 112,4 Millionen Dollar (Vorjahr: minus 53,06 Millionen Dollar). Für das Gesamtjahr 2021 peilt die Online-Dating-Plattform einen Unternehmensumsatz in der Bandbreite von 724 bis 734 Millionen Dollar und ein bereinigtes EBITDA in einer Spanne von 177 bis 182 Millionen Dollar an.

Coty:

Beim Parfüm- und Kosmetikkonzern griffen zwei Firmeninsider zu und legten sich bei Kursen zwischen 8,90 und 11,78 Dollar 256.700 Anteilscheine ins Depot. Der Transaktionswert lag insgesamt bei knapp 3 Millionen Dollar.

Zuletzt kämpfte der Konzern noch mit den Auswirkungen der Lock Downs im Zuge der Corona-Pandemie. Im ersten Quartal gingen die Umsätze von 1,06 auf 1,03 Milliarden Dollar zurück. Während sich die Geschäfte in China mit zweistelligen Zuwächsen erfreulich entwickelten, zeigte sich Amerika mit einem Umsatzrückgang um 6% und die Region EMEA (Wirtschaftsraum Europa , Naher Osten und Afrika ) mit einem Rückgang um 7,8% deutlich schwächer.

Das Unternehmen bekräftigte zuletzt aber seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 4,5 bis 4,6 Milliarden Dollar und Kostensenkungen von rund 300 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2021.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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