Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Firmengründer legt bei Steak n Shake-Mutter Biglari Holdings nach und baut mit Millionenzukauf Position weiter auf. Biglari Holdings-Aktie setzt unterdessen ihren Höhenflug weiter fort (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Biglari Holdings:

Die Aktie des Restaurantbetreibers und Franchisekonzerns Biglari Holdings gehört in diesem Jahr zu den großen Gewinnern an der Börse. Seit dem Jahreswechsel kletterten die Biglari-Papiere bereits um zwei Drittel im Wert nach oben. Auf dem erhöhten Kursniveau setzt der Firmengründer und Vorstand Sardar Biglari seine Kaufserie weiter fort. Bei Kursen zwischen 846 und 915 Dollar erwarb der Firmeninsider 3.243 Aktien. Für die Zukäufe musste Biglari rund 2,6 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Insgesamt hält der Vorstand nach den Käufen 81.500 Millionen Aktien und besitzt damit 4,3% aller ausstehenden Firmenanteile.

Biglari Holdings ist über seine Tochtergesellschaften in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig: Mit Steak n Shake Inc. (Steak n Shake) und Western Sizzlin Corporation (Western) ist das Unternehmen im Restaurantgeschäft aktiv. Steak n Shake besteht aus 415 eigenbetriebenen Restaurants und 201 Franchise-Einheiten. Western besteht aus vier eigenbetriebenen Restaurants und 58 Franchise-Einheiten. Das Unternehmen bietet zudem über andere Gesellschaften Sach- und Unfallversicherungsdienste und ist über Maxim Inc. im Medien- und Lizenzgeschäft tätig.

8×8:

Nachdem die Aktie des Cloud-Softwarespezialisten seit Februar von 38 auf 23 Dollar gefallen ist, gab es jetzt den ersten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Vorstand David Sipes erwarb 43.000 Aktien zum Kurs von 23,47 Dollar das Stück. Damit belief sich das gesamte Transaktionsvolumen auf 1 Millionen Dollar. Mit dem Zukauf erhöhte Sipes seinen Aktienbestand um 9% auf inzwischen 475.728 Aktien.

8×8 bietet Cloud-basierte Softwarelösungen an. Das Softwareprodukt, das als 8×8 Virtual Office gebrandmarkt ist, bietet Voice as a Service auf der ganzen Welt. 8×8 Virtual Office ermöglicht es einem Kunden, eine einzige Geschäftsrufnummer zu verwenden, um Anrufe von jedem unterstützten Gerät aus zu tätigen und entgegenzunehmen. Die Softwarelösung Virtual Office Meetings ist ein Werkzeug für Teams innerhalb des Unternehmens, um sich zu treffen und an einem gemeinsamen Projekt zusammenzuarbeiten.

Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen seine Umsätze von 121,5 auf 144,7 Millionen Dollar. Unter dem Strich fielen ein Verlust in Höhe von 45 Millionen Dollar an.

Roper Technologies:

Die Aktie der Industrieholding Roper Technologies kletterte zuletzt auf ein neues Rekordhoch. Dies hielt den Director Richard Wallman aber nicht davon ab, einen signifikanten Aktienkauf zu tätigen. Wallmann erwarb 2.000 Anteilsscheine zum Kurs von 453,25 Millionen Dollar (Kaufvolumen: 906.500 Dollar).

Der US-amerikanische Mischkonzern Roper Technologies hält eine Vielzahl von Beteiligungen, die in den vier Geschäftsfeldern Anwendungssoftware, Netzwerksoftware und -systeme, Mess- und Analyselösungen sowie Prozesstechnologien tätig sind. Zuletzt erwischte der Konzern einen starken Jahresstart: Roper Technologies steigerte seinen Umsatz um 13% auf 1,52 Milliarden Dollar. Am Ende stand ein Nettogewinn von 289 Millionen Dollar in den Bücher, was einem Plus von 20% zum Vorjahresquartal entspricht.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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