Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Arbeitsmanagement-Plattform Asana trotz Kursrally weiter mit auffälligen Aktienkäufen. Seit Juni summieren sich die Käufe auf über 67 Millionen Dollar (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Asana:

Die Aktie der Arbeitsmanagement-Plattform Asana ging seit dem Jahreswechsel förmlich durch die Decke (+100%). Trotz des deutlich erhöhten Kursniveaus greift der Firmeninsider Dustin Moskovitz weiter kräftig zu und sammelt millionenschwere Aktienpakete ein. Seit Anfang Juni erwarb der Firmenboss 1,5 Millionen Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 39,69 und 49,64 Dollar je Anteil musste Moskovitz für die Zukäufe insgesamt rund 67,4 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Asana betreibt eine Arbeitsmanagement-Plattform als Software-as-a-Service, die es Einzelpersonen und Teams ermöglicht, Arbeit schneller zu erledigen und gleichzeitig das Engagement der Mitarbeiter zu steigern, indem jeder sehen kann, wie seine Arbeit mit der Mission einer Organisation verbunden ist.

Im zurückliegenden Quartal, das Ende April zu Ende ging, erzielte Asana einen Umsatz von 76,7 Millionen Dollar (+60,7% vs. Vorjahresquartal). Unter dem Strich stand ein Verlust von 60,7 Millionen Dollar nach 41,1 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum in den Büchern.

Transocean:

Mit Transocean steht ein Rohstoffkonzern auf der Liste der Aktienkäufer. Der Konzern bietet weltweit Offshore-Vertragsbohrungen für Öl- und Gasbohrungen an. Zum 22. Februar 2021 besaß das Unternehmen eine Flotte von 37 mobilen Offshore-Bohreinheiten, darunter 27 Ultratiefwasser- und 10 Floater für raue Umgebungen.

Zuletzt fielen zwei Director mit signifikanten Aktienkäufen auf. Insgesamt kauften die beiden Firmeninsider 15,8 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 3,93 und 4,20 Dollar je Anteil. In Summe erreichten die Aktienkäufe damit einen Wert von 64,76 Millionen Dollar.

Im vergangenen Quartal gingen bei Transocean Umsätze von 653 Millionen Dollar durch die Bücher (-13,9% vs. Vorjahr). Gleichzeitig verbesserte der Konzern aber seinen Verlust von -392 auf -99 Millionen Dollar.

Sage Therapeutics

Die Aktie des Biopharma-Konzerns Sage Therapeutics stand zuletzt unter Druck, nachdem die Erwartungen an die Studiendaten bei einem Medikament gegen Depressionen nicht erfüllt wurden. Die Papiere verzeichneten nach der Meldung einen Rücksetzer von beinahe 20%.

Geht es nach den Firmeninsidern, dann dürfte die Kursdelle eine attraktive Einstiegsgelenheit darstellen. Vorstand Barry Green und der Director James Frates erwarben insgesamt 10.610 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 55,10 und 56,32 Dollar summierten sich die Aktienkäufe auf 595.362 Dollar. Beachten Sie: Bei beiden Käufern handelt es sich um die ersten Aktienkäufe in der Sage Therapeutics-Aktie. Auf dem aktuellen Niveau liegt der Börsenwert des Konzerns bei 3,2 Milliarden Dollar.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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