Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider legen beim Baustoffspezialisten GMS mit millionenschweren Aktienkäufen nach. Immobilienboom treibt Geschäfte von GMS und lässt Gewinn nach oben schnellen (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Cricut:

Die Aktie der Kreativitäts-Plattform Cricut hat das Interesse des renommierten Hedgefondsmanagers Abdiel Capital Management auf sich gezogen. Der auf Technologieaktien spezialisierte Investor hat zuletzt signifikante  Aktienpakete eingesammelt. Allein seit Mitte Mai erwarb der Großinvestor 1,74 Millionen Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 27,90 und 34,48 Dollar hatten die Transaktionen einen Wert von über 56 Millionen Dollar. Insgessamt hät Abdiel Capital Management inzwischen 3,60 Millionen Anteilsscheine. Beim aktuellen Kurs von rund 40 Dollar entspricht dies einem Investment von 144 Millionen Dollar.

Cricut entwickelt und vermarktet eine Kreativitätsplattform, die es Anwendern ermöglicht, handgefertigte Produkte herzustellen. Unter der Marke Cricut bietet das Unternehmen vernetzte Maschinen, Design-Apps sowie Zubehör und Materialien an, mit denen Nutzer personalisierte Geburtstagskarten, Tassen, T-Shirts und großflächige Innendekorationen erstellen können.

Im ersten Quartal steigerte Cricut seine Umsätze von 173,6 auf 323,8 Millionen Dollar. Deutlich stärker entwickelte sich der Gewinn, der von 7,8 auf 49,8 Millionen Dollar nach oben kletterte.

GMS:

Beim Baustoffspezialisten GMS kam es ebenfalls zu auffälligen Aktienkäufen eines Großinvestors. Coliseum Capital Management setzte seine Kaufserie fort und erwab im Juni nochmals 293.740 Aktien zu Kursen zwischen 44,17 und 48,16 Dollar. Der Gegenwert der Käufe blief sich auf insgesamt auf 13,6 Millionen Dollar.

GMS vertreibt Wandplatten, abgehängte Deckensysteme und ergänzende Bauprodukte in den Vereinigten Staaten und Kanada. Insgesamt betreibt das Unternehmen es 264 Filialen in 44 Bundesstaaten und dem District of Columbia sowie in 5 Provinzen in Kanada. Das Unternehmen betreibt außerdem ein Netzwerk von ca. 260 Vertriebszentren.

Die Aktie entwickelte sich zuletzt mit einem Kursgewinn von 60% seit dem Jahreswechsel ausgesprochen stark. Das lag auch an der guten Geschäftsentwicklung: Im zurückliegenden Quartal erhöhten sich die Umsätze um 20,9% auf 933,2 Millionen Dollar, was deutlich über den Analystenerwartungen von 855 Millionen Dollar lag. Am Ende stand ein Gewinn von 1,07 Dollar je Aktie in den Büchern, ein Plus von 91% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Asana

Die Kaufserie des Asana-Firmengründers Dustin Moskovitz hält trotz weiter steigender Kurse an (Asana-Aktie + 107% in 2021). In der zurückliegenden Woche erwarb der Firmeninsider weitere 800.000 Aktien bei Kursen zwischen 56,88 und 62,66 Dollar. Nach den Zukäufen hält Moskovitz inzwischen 3,47 Millionen Aktien, was 2,14% aller ausstehenden Firmenanteile entspricht.

Asana betreibt eine Arbeitsmanagement-Plattform als Software-as-a-Service, die es Einzelpersonen und Teams ermöglicht, Arbeit schneller zu erledigen und gleichzeitig das Engagement der Mitarbeiter zu steigern, indem jeder sehen kann, wie seine Arbeit mit der Mission einer Organisation verbunden ist.

Im zurückliegenden Quartal, das Ende April zu Ende ging, erzielte Asana einen Umsatz von 76,7 Millionen Dollar (+60,7% vs. Vorjahresquartal). Unter dem Strich stand ein Verlust von 60,7 Millionen Dollar nach 41,1 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum in den Büchern.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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