Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Cybersecurity-Spezialist SentinelOne mit fulminantem Börsenstart und auffälligen Aktienkäufen eines renommierten US-Hedgefonds (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

SentinelOne:

Ende Juni wagte der US-Konzern SentinelOne den Sprung auf das Börsenparkett. SentinelOne ist als Cybersecurity-Anbieter in den USA tätig und hat eine Plattform entwickelt, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Funktionen zur Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen bietet. Zuletzt hat die Aktie die 50-Dollar-Marke geknackt und sich damit vom Emissionspreis, der  bei 35 Dollar lag, deutlich entfernt. Zu den Kunden zählen unter anderem AT&T, JetBlue und McKesson.

In den letzten drei Monaten(bis zum 30. April), kletterte der Gesamtumsatz des Unternehmens im Vorjahresverglich um 108% auf knapp 37,4 Millionen Dollar. Allerdings erhöhte sich auch der Nettoverlust von 26,64 auf 62,64 Millionen Dollar.

Im Zuge des Börsengangs erwarb der renommierte Hedgefondsmanager Daniel Loeb (Gründer von Third Point Capital) bei 35 Dollar insgesamt 843.575 Aktien und legte für die Käufe über 29 Millionen Dollar auf den Tisch. Danach legte Loeb noch einmal nach und kaufte nochmals 1,15 Millionen Anteilsscheine bei Kursen zwischen 43,72 und 49,51 Dollar. Damit hält der Großinvestor mittlerweile 1,993 Millionen Aktien und hat damit knapp 100 Millionen Dollar in den Sicherheitsspezialisten investiert.

Krispy Kreme:

Der Börsengang des Donut-Herstellers Krispy Kreme vor gut zwei Wochen verlief schleppend. Die zum Firmenimperium der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehörende Firma hat deutlich weniger Geld eingenommen als ursprünglich erhofft. Die Aktien gingen zu 17 Dollar an den Start, was deutlich unter der vorher avisierten Spanne von 21 bis 24 Dollar lag. Nach der Erstnotiz tendierte die Aktie noch einmal schwächer.

Auf dem Kursniveau wittertenn einige Firmeninsider offenbar mehr Chancen als Risiken. Der Vorsitzende des Bords Olivier Goudet erwarb zum Kurs von 16,02 Dollar insgesamt 294.100 Aktien (Transaktionswert: 4,7 Millionen Dollar). Zusätzlich legte der Großaktionär JAB Indulgence nach und sammelte 5,88 Millionen Anteilsscheine zu 16,02 Dollar ein. Insgesamt musste JAB für die Zukäufe 94,25 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Krispy Krem ein Umsatzplus von 23% auf 321,8 Millionen Dollar. Am Ende stand ein Verlust von 3,1 Millionen Dollar in den Büchern.

ExlService Holdings

Mit ExlService Holdings steht ein weiteres, eher kleines Unternehmen auf der Kaufliste der Firmeninsider. Das Unternehmen hat einen Börsenwert von rund 3,5 Milliarden Dollar und beschäft mehr als 32.600 Mitarbeitern an 61 Standorten in den USA, Europa, Asien, Lateinamerika, Australien und Südafrika. Von dort aus werden für über 800 Kunden in mehr als 25 Sprachen Dienstleistungen erbracht.

Das Unternehmen bietet vor allem Analytik-Dienstleistungen für Kunden aus den Branchen Versicherungs-, Finanz-, Rechnungs- und Gesundheitswesen, Reisen, Transport sowie Logistik an. Dabei werden auch innovative Technologie im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), Robotik, Analytik sowie dem maschinellen Lernen eingesetzt.

Seit Ende Juni sammelt der Director Garen Staglin Aktien ein. Inzwischen hat Staglin bei Kursen zwischen 106,83 und 107,04 Dollar 7.500 Papiere erworben. Insgesamt hält der Firmeninsider nach den Zukäufen 29.399 Aktien des Unternehmens. Im ersten Quartal erzielte ExlService Holdings einen Umsatz von 261,4 Millionen Dollar (+6,6% zum Vorjahresquartal). Am Ende blieb ein Gewinn von 31,9 Millionen Dollar hängen (+42,4%).


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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