Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Top-Hedgefondsmanager Daniel Loeb sammelt beim Cybersecurity-Spezialisten SentinelOne weitere millionenschwere Aktienpakete ein (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

SentinelOne:

Der US-Konzerns SentinelOne wagte im Juni den Sprung auf das Börsenparkett. Bereits im Rahmen des Börsengangs deckte sich der renommierte Hedgefondsmanager Daiel Loeb (Gründer von Third Point Capital) mit Aktien ein. Offenbar ist der Großanleger von dem  Konzern weiter hochgradig überzeugt, denn die Aktienkäufe halten weiter an. Loeb erwarb in der zurückliegenden Wochen nochmals ein Aktienpaket von 200.000 Stücken. Bei Kaufkursen zwischen 44,89 und 45 Dollar musste der Hedgefondsmanager 8,98 Millionen Dollar für die Zukäufe auf den Tisch legen. Damit hält Loeb inzwischen 2,193 Millionen SentinelOne-Papiere.

SentinelOne ist als Cybersecurity-Anbieter in den USA tätig und hat eine Plattform entwickelt, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Funktionen zur Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen bietet. In den letzten drei Monaten(bis zum 30. April), kletterte der Gesamtumsatz des Unternehmens im Vorjahresverglich um 108% auf knapp 37,4 Millionen Dollar. Allerdings erhöhte sich auch der Nettoverlust von 26,64 auf 62,64 Millionen Dollar.

The Greenbrier Companies

Auffällige Aktienkäufe gab es auch bei The Greenbrier Companies: Der Vorstand William Furman legte nach und sammelte 100.000 Aktien bei Kursen zwischen 43,05 und 43,14 Dollar ein. Insgesamt summierten sich die Käufe entsprechend auf einen Gegenwert von 4,3 Millionen Dollar. Durch die Zukäufe erhöht sich Furmans Aktienbestand um 17% auf 672.518 Anteilscheine.

The Greenbrier Companies ist ein US-amerikanischer Hersteller von Güterwagen. Greenbrier besitzt vier Produktionswerke in Nordamerika, davon eines in Portland (Oregon) und drei in Mexiko (Monclova, Sahagún und Tlaxcala). Der europäische Markt wird unter anderem von der polnischen Tochtergesellschaft Wagony Świdnica aus Schweidnitz (Świdnica) beliefert. Zusammen mit Watco Companies betreibt Greenbrier den Reparaturbetrieb GBW Railcar Services als Joint Venture. Das Unternehmen verleast außerdem eine Flotte von mehreren 10.000 Waggons.

Zuletzt lag der Jahresumsatz des Konzerns bei 2,79 Milliarden Dollar. Am Ende stand dabei ein kleiner Gewinn von 49 Millionen Dollar in den Büchern.

Cricut

Die Kreativitätsplattform Cricut steht weiter im Fokus des Hedgefondsmanagers Colin Moran von Abdiel Capital Management. Der hauptsächlich auf Technologieaktien fokussierte Großanleger sammelt seit dem Börsengang im Juni sukzessive Aktien ein. Allein in der vergangenen Woche kaufte Moran 487.509 Akien. Die Kaufkurse lagen zwischen 33,55 und 34,25 Dollar, womit sich das Transaktionsvolumen auf beinahe 16,5 Millionen Dollar summierte. Insgesamt hält der Fondsmanager jetzt 4,21 Millionen Aktien, was einem Gegenwert von rund 155 Millionen Dollar entspricht.

Cricut entwickelt und vermarktet eine Kreativitätsplattform, die es Anwendern ermöglicht, handgefertigte Produkte herzustellen. Unter der Marke Cricut bietet das Unternehmen vernetzte Maschinen, Design-Apps sowie Zubehör und Materialien an, mit denen Nutzer personalisierte Geburtstagskarten, Tassen, T-Shirts und großflächige Innendekorationen erstellen können.

Im ersten Quartal steigerte Cricut seine Umsätze von 173,6 auf 323,8 Millionen Dollar. Deutlich stärker entwickelte sich der Gewinn, der von 7,8 auf 49,8 Millionen Dollar nach oben kletterte.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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