Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Intel-Aktie: Zahlreiche Firmeninsider nutzen Kursschwäche nach den Zahlen und decken sich mit massiven Aktienpaketen ein (Foto: KYTan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Warby Parker

Bei der Aktie des Börsenneulings (IPO im September) legte der Großaktionär D1 Capital Partner nach und sammelte weitere Aktienpakete ein. Insgesamt erwarb der Firmeninsider 884.841 Anteilscheine. Bei Kaufkursen zwischen 53,99 und 54,41 summierte sich das Transaktionsvolumen auf 47,8 Millionen Dollar. Inzwischen hält D1 Capital 12,96 Millionen Aktien und damit 12,7% aller Stimmrechte des Unternehmens.

Warby Parker entwirft, fertigt und vertreibt Brillen für Männer und Frauen. Das Unternehmen bietet Brillen, Sonnenbrillen, lichtempfindliche Linsen, Blaulichtfilterlinsen und Kontaktlinsen sowie Augenuntersuchungen und Sehtests an. Zum 30. Juni 2021 betrieb das Unternehmen 145 Einzelhandelsgeschäfte, darunter 142 in den Vereinigten Staaten und 3 in Kanada, sowie Online-Shops. Das Unternehmen war früher unter dem Namen JAND bekannt und änderte im Juni 2021 seinen Namen in Warby Parker.

Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte Warby Parker ein Umsatzplus von 6%  auf 394 Millionen Dollar. Das verdeutlicht, wie stark das Unternehmen von seinen physischen Geschäften abhängig ist. Im ersten Halbjahr 2021 kam die Hälfte der Umsätze aus diesem Bereich.

Intel

Die Aktie des Chip-Giganten Intels stand nach den Quartalszahlen unter Druck. Die in Aussicht stehenden massiven Investitionen in den Ausbau der Auftragsfertigung und damit vorübergehend niedrigeren Margen sorgten für Verstimmung bei den Anlegern. Die Firmeninsider wittern nach dem Kursrückgang aber eher Kurspotenzial: Insgesamt standen 10 Personen auf der Käuferseite. Insgesamt erwarben die Insider bei Kursen zwischen 47,96 und 49,94 Dollar in Summe 96.953 Aktien. Das komplette Kaufvolumen summierte sich entsprechend auf 4,74 Millionen Dollar.

Insgesamt verbuchte der Chipkonzern im abgelaufenen Quartal zugleich Zuwächse bei Umsatz und Gewinn: Intels Konzernumsatz legte um 5% auf 19,2 Milliarden Dollar zu. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 6,8 Milliarden Dollar übrig – ein Plus von 60%. Intel verschreckte aber die Anleger mit der Ankündigung, dass das Geschäft angesichts der hohen Investitionen in neue Werke zunächst weniger profitabel laufen wird. Intel investiert gerade – genauso wie andere Branchengrößen – massiv in den Ausbau von Kapazitäten in der Chipfertigung. Diese Milliardeninvestitionen werden aber erst in einigen Jahren greifen.

Nerdy

Bei dem auf Online-Learning spezialisierten Unternehmen Nerdy kam es ebenfalls zu größeren Aktienkäufen. Der Großinvestor Light Street Capital Management 563.063 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 7,96 und 8,32 Dollar je Aktie musste der Firmeninsider insgesamt 4,52 Millionen Dollar auf den Tisch legen. In Summe hält Light Street Capital Management nach den Zukäufen über 16% aller Anteilsscheine des Unternehmens.

Nerdy betreibt eine Plattform für Live-Online-Lernen in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen betreibt Varsity Tutors, eine Plattform für Live-Online-Nachhilfe und -Unterricht in verschiedenen Lernformaten, darunter Einzelunterricht, Kleingruppenunterricht, groß angelegter Gruppenunterricht und adaptives Selbststudium. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Fort Worth, Texas.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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