Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Großaktionär stockt bei Sportschuhkonzern Foot Locker massiv auf. Ergebnisse im zurückliegenden Quartal deutlich über den Analystenschätzungen (Foto: NYC Russ / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Foot Locker:

Die Aktie des Sporartikel-Konzerns Foot Locker notiert seit dem Jahreswechsel trotz der jüngsten Erholungsbewegung weiter in der Verlustzone (-4%). Auf diesem Niveau gab es einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Großaktionär Vesa Equity Investment erwarb Anfang letzter Woche mehr als 509.500 Aktien des Schuhhändlers zu einem Preis von 38,46 bis 38,69 Dollar pro Stück. Das waren insgesamt fast 19,70 Millionen Dollar. Durch die Zukäufe erhöhte sich der Anteil von Vesa Equity auf mehr als 11,23 Millionen Aktien, was 11,69% aller ausstehenden Stimmrechte entspricht.

Foot Locker ist über seine Tochtergesellschaften als Einzelhändler für Sportschuhe und Sportbekleidung tätig. Das Unternehmen vertreibt Sportschuhe, Bekleidung, Zubehör und Ausrüstung unter den Markennamen Foot Locker, Lady Foot Locker, Kids Foot Locker, Champs Sports, Eastbay, Footaction, Runners Point und Sidestep. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen zahlreiche Onlineshops. Mit Stand vom 20. November 2020 betrieb der Konzern rund 3.100 Einzelhandelsgeschäfte in 27 Ländern in Nordamerika, Europa, Asien, Australien und Neuseeland.

Zuletzt konnte der Konzern die Analystenerwartungen übertreffen: Im abgelaufenen Quartal kletterten die Umsätze um 9% auf 2,11 Milliarden Dollar (Prognose: 1,95 Mrd. Dollar). Gleichzeitig erhöhte sich der Gewinn auf 265 Millionen Dollar, was deutlich über dem Vorjahresniveau von 125 Millionen Dollar lag.

Coty:

Bei Coty, einem Spezialisten für Düfte und Schönheitsprodukte, gab es zuletzt ebenfalls auffällige Aktientransaktionen zu beobachten. Seit Mitte November kauften vier verschiedene Firmeninsider 1,127 Millionen Aktien. Bei Kaufpreisen zwischen 4,95 und 7,14 Dollar je Anteil belief sich der Transaktionswert auf knapp über 7 Millionen Dollar.

Coty ist ein international tägiter Parfüm- und Kosmetikkonzern mit Sitz in New York. Er geht auf ein 1904 vom Parfümeur François Coty in Paris gegründetes Unternehmen zurück, das schon früh in den Vereinigten Staaten Geschäfte betrieb. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur JAB Holding.

Zuletzt meldete Coty den Verkauf seiner Haarpflegemarke Wella an den Finanzinvestor KKR für 2,5 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal musste Coty selbst mit kräftigem Gegenwind kämpfen. Die Umsätze reduzierten sich um 20% auf 1,12 Milliarden Dollar. Unter dem Strich erzielte der Duftspezialist aber einen Gewinn von 221 Millionen Dollar.

Stoke Therpeutics:

Gegenläufige Signale gab es zuletzt bei dem biopharmazeutischen Unternehmen Stoke Therapeutics. Während der Vorstand Edward M. Kaye 25.000 Aktien im Gegenwert von 1,25 Millionen Dollar veräußerte, erhöhten zwei Firmeninsider ihre Bestände massiv. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung erwarben Seth Loring Harrison (Director) und Apple Tree Partners (Großaktionär) 750.000 Aktien zu 39 Dollar das Stück. Insgesamt belief sich Wert der Zukäufe damit auf 29,25 Millionen Dollar.

Stoke Therapeutics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen im Frühstadium und entwickelt neuartige Medikamente zur Behandlung der Ursachen schwerer genetischer Krankheiten. Der wichtigste Produktkandidat, STK-001, wird zur Behandlung des Dravet-Syndroms, einer schweren und fortschreitenden genetischen Epilepsie, eingesetzt. Stoke Therapeutics hat eine Partnerschaft mit Invitae Corporation, um genetische Tests anzubieten.

Auch wenn der Börsenwert bereits bei 1,9 Milliarden Dollar liegt, Umsätze hat Stoke Therapeutics bislang keine vorzuweisen. Zuletzt lag der Quartalsverlust bei 13,68 Millionen Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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