Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Aktie des Datenanalysespezialisten Multiplan zieht weitere Insider an. Millionenschwere Aktienkäufe versetzen Anleger in Feierlaune (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Kraft Heinz:

Beim US-amerikanischen Lebensmittelkonzern Kraft Heinz gab es erneut einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Nachdem der Direktor Alexandre Van Damme Anfang November bereits ein 420 Millionen Dollar schweres Aktienpaket erworben hatte, legte jetzt der Direktor Leoni Elio Sceti nach: Beim Kurs von 33,22 Dollar je Aktie erwarb der Firmeninsider 90.000 Anteilscheine. Für die Zukäufe musste Sceti immerhin 2,98 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Es handelte sich bei der Transaktionen um seinen allerersten Kauf von Kraft Heinz-Aktien.

Kraft Heinz ist ein US-amerikanischer börsennotierter Lebensmittelkonzern, der im Jahr 2015 aus der Fusion von Kraft Foods und der H. J. Heinz Company entstand. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der fünftgrößte Lebensmittelproduzent der Welt. Im abgelaufenen dritten Quartal konnte der Konzern die Erwartungen der Analysten schlagen. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 6% auf 6,44 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie übertraf mit 70 Cent die Konsensschätzungen von 63 Cent.

Biogen:

Nach einer schwachen Kursentwicklung (-17,8% in 2020) kam es bei dem US-Biotechnologiekonzern zum ersten Aktienkauf eines Firmeninsiders in diesem Jahr. Beim Kurs von 241,31 Dollar erwarb der Vorstand Michel Vounatsos 3.100 Aktien. Der Gegenwert der Käufe lag bei 748,047 Dollar. Nach dem Zukauf hält der Manager 34.810 Biogen-Aktien.

Biogen ist ein US-amerikanischer Biotechnologiekonzern mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Das Unternehmen arbeitet und forscht in den Indikationsbereichen Neurologie und beschäftigt sich hierbei insbesondere mit der Multiplen Sklerose, Immunologie und Hämatologie. In Deutschland vertreibt Biogen ein Präparat zur Behandlung der Schuppenflechte.

Im dritten Quartal gingen bei Biogen Umsätze von 3,37 Milliarden Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich erzielte der Biotechnologiekonzern einen Gewinn in Höhe von 702 Millionen Dollar. Zuletzt geriet der Aktienkurs aber stark unter Druck als Biogen und sein japanischer Forschungspartner Eisai bei ihrem Hoffnungsträger gegen die Alzheimer-Krankheit einen Rückschlag bekanntgeben mussten.

Multiplan:

Beim Spezialisten für Datenanalyse MultiPlan hält die positive Stimmung unter den Firmeninsidern weiter an. Bereits Mitte November berichtete ich Ihnen über massive Käufe des Directors Michael Klein, der bei Kursen zwischen 6,60 und 7,11 Dollar 1,41 Millionen Anteilscheine erwarb (Transaktionswert 9,85 Millionen Dollar). Seither sind ihm drei weitere Insider gefolgt und haben bei Kursen zwischen 7 und 8,34 Dollar insgesamt 2,56 Millionen Aktien eingesammelt. Das Volumen der Zukäufe lag bei über 20 Millionen Dollar.

MultiPlan bietet Datenanalyse- und technologiegestützte Kostenmanagement-Lösungen für die US-amerikanische Gesundheitsbranche. Das Unternehmen offeriert unter anderem analytikbasierte Dienstleistungen, die die medizinischen Kosten für Verbraucher und Kostenträger durch datengesteuerte Algorithmen zur Erkennung von Anomalien bei den Ansprüchen reduzieren.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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