Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

Insidertransaktionen der Woche: Auffällige Aktienkäufe bei Umzugsunternehmen Amerco. Aktie klettert nach starker Geschäftsentwicklung auf neues Rekordhoch (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

NetApp:

Beim Softwareunternehmen NetApp gab es zuletzt den ersten Aktienkauf eines Firmeninsiders im laufenden Jahr. Der Finanzvorstand Michael Berry erwarb 15.000 Anteilscheine zum Preis von 63,89 Dollar je Aktie. Insgesamt hatten die Transaktionen einen Gegenwert von 958.329 Dollar. Mit den Zukäufen erhöhte Berry seinen Aktienbestand um 66% auf 37.568 Aktien.

NetApp, zuvor bekannt als Network Appliance, ist ein Unternehmen, das im Bereich der Datenspeicherung und des Datenmanagements arbeitet. Es hat seinen Sitz in Sunnyvale im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Unternehmen bietet Software, Systeme und Services für das Management und die gemeinsame Nutzung von Daten vor Ort sowie in privaten und öffentlichen Clouds weltweit.

Im dritten Quartal kletterten die Umsätze um 3,2% auf 1,41 Milliarden Dollar. Gleichzeitig ging der Gewinn um 43% auf 137 Millionen Dollar zurück.

Amerco:

Die Aktie des Umzugs- und Storage-Unternehmens Amerco hat zuletzt einen neuen Rekordstand erreicht. Trotz der jüngsten Kursrally griffen auf dem erhöhten Niveau gleich mehrere Firmeninsider zu und sammelten größere Aktienpakete ein. Bei Kursen zwischen 428,13 und 430,05 Dollar erwarben drei Investoren insgesamt 15.000 Aktien. Kumuliert ergab sich damit ein Transaktionsvolumen von 6,42 Millionen Dollar.

Amerco ist als Do-it-yourself-Umzugs- und Lagerungsunternehmen für Haushalts- und Gewerbegüter in den Vereinigten Staaten und Kanada tätig. Das Unternehmen vermietet unter anderem LKWs, Anhänger und Selbstlagerräume hauptsächlich an Haushaltsumzugsunternehmen und verkauft diverses Umzugsmaterial. Darüber hinaus betreibt der Konzern uhaul.com, ein Online-Marktplatz, der Verbraucher mit unabhängigen Umzugsdienstleistern und unabhängigen Selfstorage-Partnern verbindet.

Amerco vermietet seine Produkte und Dienstleistungen über ein Netzwerk von ca. 2.065 firmeneigenen Einzelhandelsumzugsläden und 20.100 unabhängigen U-Haul-Händlern. Zum 31. März 2020 verfügte das Unternehmen über eine Mietflotte von ca. 176.000 Lkws, 127.000 Anhängern und 41.000 Zugmaschinen sowie 1.745 Selfstorage-Standorte mit ca. 774.000 vermietbaren Lagereinheiten. Darüber hinaus bietet der Konzern auch diverse Versicherungen und Schutzpakete für Umzüge und Lagerungen an.

Zuletzt liefen die Geschäfte wie geschmiert: Im abgelaufenen Quartal erhöhten sich die Umsätze um 15% auf 1,32 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 266 Millionen Dollar hängen – 70% mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Viatris:

Beim Pharmakonzern Viatris hat sich der Director James Kilts mit Aktien eingedeckt. Zum Kurs von 17,66 Dollar legte sich der Firmeninsider 27.736 Aktien ins Portfolio. Insgesamt musste Kilts für die Zukäufe 489.693 Dollar in die Hand nehmen. Durch die Transaktion erhöhte sich sein Aktienbestand um 42% auf 64.905 Aktien.

Viatris entstand nach dem erfolgreichen Zusammenschluss von Mylan N.V. und Upjohn, einer Pfizer-Sparte im November. Der Konzern hat mit rund 45.000 Mitarbeitern seinen Hauptsitz in den USA und unterhält globale Zentralen in Pittsburgh (USA), Shanghai (China) und Hyderabad (Indien). Sein weltweites Portfolio umfasst mehr als 1.400 Moleküle für ein breites Spektrum von Therapiegebieten, die sowohl nicht übertragbare als auch Infektionskrankheiten abdecken, darunter weltweit bekannte Markenprodukte und globale Schlüsselmarken, Generika, ein wachsendes Angebot an Biosimilars und eine Vielzahl von Präparaten zur Selbstmedikation.

Zuletzt gab Viatris ein umfassendes Restrukturierungsprogramm bekannt. Insgesamt will sich der Konzern von 15 Produktionsstätten und 20% seiner Mitarbeiter trennen. Die Initiative soll die Kostenbasis des Unternehmens bis Ende 2024 um mindestens 1 Milliarde Dollar reduzieren, wobei ein wesentlicher Teil der Reduktion innerhalb der ersten zwei Jahre erreicht werden soll.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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