Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

Insider greifen nach Kurssturz bei Aktien des Motorradherstellers Harley Davidson zu: Kult-Konzern rutscht nach schwachem Schlussquartal in die Verlustzone (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Harley Davidson:

Nach Vorlage der Quartalszahlen rutschte die Aktie des Motorradherstellers Harley Davidson deutlich in den Keller. Auf dem ermäßigten Kursniveau wittern die Firmeninsider offenbar ein aussichtsreiches Chance-Risiko-Verhältnis und kaufen Aktien nach. Bei Kursen zwischen 32,47 und 33,72 Dollar erwarben der Vorstand Jochen Zeitz und der Vice President Luke Mansfield 31.535 Aktien. Insgesamt lag der Wert der Transaktionen bei 1,02 Millionen Dollar.

Harley-Davidson ist gegenwärtig auf zwei Geschäftsfeldern aktiv. Die Harley-Davidson Motor Company produziert und vermarktet Motorräder der Marke Harley-Davidson sowie Ersatzteile, Zubehör (Custom Parts), Bekleidung und Merchandising-Artikel. Das Tochterunternehmen Harley-Davidson Financial Services stellt Finanzdienstleistungen für Groß- und Einzelhändler, Versicherungsdienstleistungen für Händler und Motorradfahrer sowie allgemeine Finanzprodukte bereit. Ferner hält es die Rechte an den Marken Buell und MotorClothes.

Im Schlussquartal musste der US-Konzern einen Umsatzrückgang um 32% auf 725 Millionen Dollar verbuchen und rutschte mit -96 Millionen Dollar in die Verlustzone.

Evelo Biosciences:

Der Aktienkurs des noch jungen Biotechnologiekonzern zeigte im zurückliegenden Jahr mit einem Wertzuwachs von beinahe 330% steil nach oben. Trotz des erhöhten Kurses zeigt sich der Großaktionär Flagship Ventures unverändert zuversichtlich und sammelt weitere Aktien ein. Zum Preis von 15 Dollar erwarb der Firmeninsider 130.000 Aktien (Transaktionswert: 1,95 Millionen Dollar). Nach dem Zukauf hält der Großinvestor 4,12 Millionen Aktien, was 8,8% aller ausstehenden Stimmrechte entspricht.

Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Cambridge, Massachusetts. Der Börsenwert liegt nach der jüngsten Kursrally bei 875 Millionen Dollar. Umsätze macht die Firma, die sich auf Präparte gegen Entzündungskrankheiten und Krebs spezialisiert, bislang allerdings noch keine.

MSC Industrial Direct:

Bei MSC Industrial Direct gab es zuletzt ebenfalls auffällige Aktienkäufe von Firmeninsidern. Der Direktor Mitchell Jacobson erwarb fast 67.800 Aktien bei Kursen zwischen 77,72 und 78,26 Dollar. Insgesamt musste Jacobson für die Zukäufe rund 5,29 Millionen Dollar berappen. Darüber hinaus erwab in der Vorwoche eine Führungskraft ebenfalls fast 4.300 Aktien.

MSC Industrial Direct ist über seine Tochtergesellschaften einer der größten Distributoren für Industrieausrüstungen in den USA und vertreibt mehr als 1,5 Millionen Metallbearbeitungs- und andere Industrieprodukte. MSC ist am bekanntesten für die Veröffentlichung von ” The Big Book “, einem Katalog mit mehr als 3.000 Seiten, in dem die Produkte des Unternehmens aufgeführt sind, die derzeit über 1 Million umfassen. Das Unternehmen operiert über ein Vertriebsnetz von 98 Niederlassungen und 12 Kundenerfüllungszentren.

Im zurückliegenden Quartal gingen bei MSC Industrial Direct Umsätze in Höhe von 772 Millionen Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich erzielte der US-Konzern einen Nettogewinn von 38 Millionen Dollar.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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