Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Zwei Vorstände sammeln beim Wirtschaftsdatenanbieter Dun & Bradstreet signifikante Aktienpakete ein. Deutliche Margensteigerung im Schlussquartal (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Dun & Bradstreet:

Nach Vorlage der Quartalszahlen waren beim Datenanbieter Dun & Bradstreet auffällige Aktienkäufe von Firmeninsidern zu beobachten. Bei Kursen zwischen 23,26 und 23,30 Dollar erwarben der Vorstand Anthony Jabbour und der Finanzvorstand Bryan Hipsher insgesamt 47.900 Aktien. Die Käufe hatten einen Gegenwert von 1,1 Millionen Dollar. Während Jabbour mit den Zukäufen seinen Bestand um 11% ausbaut, stockte Hipsher seine Position signifikant um 125% auf.

Dun & Bradstreet bietet Unternehmen an, weltweit Firmendaten und Bewertungen zu ihren Kunden, Lieferanten oder potenziellen Geschäftspartnern abzurufen. Nach eigenen Angaben sind Informationen zu mehr als 170 Millionen Unternehmen in über 200 Ländern, darunter 4,5 Millionen Unternehmen in Deutschland abrufbar. Täglich werden weltweit 1,8 Millionen Angaben aktualisiert, davon 120.000 in Deutschland.

Im Schlussquartal kletterte der Umsatz des US-Konzerns um 10,8% auf 488 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich unterdessen auf 208,9 Millionen Dollar, ein Plus von 32,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Entsprechend verbeserte sich die bereinigte EBITDA-Marge um 7 Prozentpunkte auf 43,5 %.

The Greenbrier Companies:

Die Aktie des Herstellers von Güterwagen ging zuletzt in einen Höhenflug über. Seit dem Jahreswechsel verteuerten sich die Papiere von The Greenbrier Companies bereits um mehr als 25%.

Auf dem erhöhten Kursniveau kommt es nun zu gegensätzlichen Aktientransaktionen von Firmeninsidern. Während drei Manager 27.864 Aktien abgestoßen haben, zeigt sich der Vorstand William Furman extrem zuversichtlich und legte kräftig nach. Bei Kursen zwischen 43,34 und 43,73 Dollar je Anteilsschein erwarb Furman immerhin 50.000 Papiere. Für die Transaktionen musste der Vorstand über 2,17 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Nach den Zukäufen hält Furman 512.518 Aktien, was 1,5% aller ausstehenden Firmenanteile entspricht.

The Greenbrier Companies ist ein US-amerikanischer Hersteller von Güterwagen. Greenbrier besitzt vier Produktionswerke in Nordamerika, davon eines in Portland (Oregon) und drei in Mexiko (Monclova, Sahagún und Tlaxcala). Der europäische Markt wird unter anderem von der polnischen Tochtergesellschaft Wagony Świdnica aus Schweidnitz (Świdnica) beliefert. Zusammen mit Watco Companies betreibt Greenbrier den Reparaturbetrieb GBW Railcar Services als Joint Venture. Das Unternehmen verleast außerdem eine Flotte von mehreren 10.000 Waggons.

Lucira Health:

Gerade wagte das noch junge Biotechnologieunternehmen Lucira Health den Sprung aufs Börsenparkett. Im Rahmen des Börsengangs griff der Großinvestor EPIQ Capital Group zu und sammelte zum Preis von 17 Dollar 3,461 Millionen Aktien ein. Der Gegenwert der Käufe belief sich somit auf über 58,8 Millionen Dollar. In den ersten Handelsstagen tendierte die Aktie mit über 33 Dollar bereits deutlich fester. Der Börsenwert liegt derzeit bei rund 1,3 Milliarden Dollar.

Lucira Health ist ein Medizintechnikunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von Testkits für Infektionskrankheiten konzentriert. Beispielsweise hat Lucira verbraucherfreundliche Einweg-Testkits für Atemwegserkrankungen, wie Covid-19 und andere Krankheiten entwickelt. Das Unternehmen hat ein COVID-19 All-In-One Test Kit produziert, das mit zwei AA-Batterien betrieben wird, in die Handfläche passt und Ergebnisse in 30 Minuten liefert.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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