Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

USA Aktienmarkt – ado Alexander Sánchez

Insidertransaktionen der Woche: US-Fintech-Unternehmen Fiserv zieht Interesse von Firmeninsider auf sich. Millionenschwerer Aktienkauf spricht für Zuversicht. Trotz Umsatzrückgang höhere Gewinne im Schlussquartal. (Foto: Alexander Sánchez / Adobe Stock)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Fisverv:

Bei der US-Payment Plattform gab es zuletzt einen auffälligen Aktienkauf eines Firmeninsiders zu beobachten. Der Director Deanis Oleary erwarb 9.100 Aktien zum Durchschnittspreis von 110,99 Dollar. Insgesamt belief sich der Gegenwert der Transaktionen damit auf 1,01 Millionen Dollar. Mit den Zukäufen erhöhte Oleary seinen Aktienbestand um knapp 14% auf 74.478 Aktien.

Fiserv hat sich darauf spezialisiert, Finanzdienstleister bei den Herausforderungen des heutigen Finanzmarktes technisch zu unterstützen. Im Großen und Ganzen bietet das Unternehmen alle Dienste, die ein Finanzunternehmen benötigt – von Termineinlagen über Anleihen bis hin zur Scheckabrechnung und Kontenblattführung. Fiserv betreibt in der ganzen USA Full-Service-Zentren für die Verarbeitung von Finanzdaten, Softwaresystementwicklung, Buchungsverarbeitung und Kontenüberwachung. Des Weiteren bietet Fiserv seinen Kunden die technische Unterstützung in allen genannten Bereichen an.

Im Schlussquartal wies Fiserv einen Umsatzminus von 5% auf 3,83 Milliarden Dollar aus. Allerdings verbesserte der Konzern seine Profitabilität: Unter dem Strich blieb ein Nettoergebnis von 300 Millionen Dollar hängen und damit 21,4% mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

OPKO Health:

Beim Gesundheits-Konzern OPKO Health nahm der Vorstand Dr. Phillip Frost seine Kaufserie wieder auf. Zum Preis von 4,77 Dollar je Anteilschein legte sich Frost weitere 500.000 Aktien ins Portfolio. Auch wenn Frost für die Transaktionen die stolze Summe von 2,38 Millionen Dollar auf den Tisch legen musste, im Verhältnis zu seinem gesamten Aktienbestand war der Zukauf überschaubar. Insgesamt hält der Firmeninsider nämlich 191,87 Millionen Aktien, was rund 30% der gesamten ausstehenden Aktien entspricht. Bei Dr. Phillip Frost handelt es sich um einen milliardenschweren Biotech-Unternehmer, der zuvor Positionen während der frühen Phasen und erfolgreichen Verkäufe von Key Pharmaceuticals, Ivax Corporation und Teva Pharmaceuticals innehatte.

OPKO Health ist ein Unternehmen für medizinische Tests und Medikamente mit Schwerpunkt auf Diagnostika und Pharmazeutika. Im letzten Berichtsquartal (Q3 2020) kletterten die Erlöse um 86% auf 428 Millionen Dollar. Am Ende stand ein Gewinn von 24 Millionen Dollar in den Büchern.

Prothena Corporation:

Mit Prothena taucht ein weiteres Gesundheitsunternehmen auf der Kaufliste der Firmeninsider auf. Mit einer Kapitalisierung von knapp 900 Millionen Dollar ist das Unternehmen an der Börse allerdings noch ein absolutes Leichtgewicht. Nach einem besser als erwarteten Ergebnisbericht kaufte der Großinvestor EcoR1 Capital rund 288.000 Aktien. Bei Kaufpreisen zwischen 22,77 bis 23,47 pro Stück legte der Großinvesor mehr als 6,69 Millionen Dollar für die Zukäufe auf den Tisch. Nach den jüngsten Zukäufen hält EcoR1 Capital 10,1 Millionen Aktien, was rund 25% aller Firmenanteile entspricht. Gleichzeitig verkaufte der Chief Scientific Officer Wagner Zago 7.540 Aktien beim Kurs von 25,50 Dollar.

Prothena ist ein Unternehmen der Neurowissenschaften im klinischen Stadium, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung neuartiger Therapien für lebensbedrohliche Krankheiten in den Vereinigten Staaten konzentriert. Das Unternehmen hat eine Lizenz-, Entwicklungs- und Vermarktungsvereinbarung mit Roche. Allerdings waren die Umsätze im Schlussquartal mit 0,4 Millionen Dollar noch extrem überschaubar. Entsprechend hoch fiel mit 30,72 Millionen Dollar der Quartalsverlust aus. Zum Jahresende verfügte Prothena noch über einen Cash-Bestand von 298,1 Millionen Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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