Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider wechselt die Seiten und sammelt millionenschweres Dropbox-Aktienpaket ein. Mit DocSend-Übernahme baut Dropbox seine Geschäftsaktivitäten weiter aus (Foto: FOTOimage Montreal / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Microsoft:

Beim US-Softwaregigangen Microsoft legte der Director Emma Walmsley deutlich nach: Zum Kurs von 236,80 Dollar sammelte Walmsley 4.300 Aktien ein. Insgesamt hatten die Zukäufe einen Gegenwert von 1,01 Millionen Dollar. Mit dem Erwerb stockte der Firmeninsider seinen Bestand deutlich auf inzwischen 5.026 Aktien auf.

Operativ konnte Microsoft zuletzt mit einem Umsatzplus von 17% auf 43,1 Milliarden Dollar im vierten Quartal die Erwartungen schlagen. Experten hatten lediglich 40,2 Milliarden Dollar an Umsatz erwartet. Auch der Gewinn je Aktie lag mit 2,03 Dollar deutlich über den Schätzungen von 1,64 Dollar je Anteilschein.

Das wichtige Segment Intelligent Cloud, zu dem die Azure-Cloud oder die Windows Server gehören, kam sogar auf ein Umsatzplus von 23% auf 14,6 Milliarden Dollar. Alleine Azure verzeichnete laut Microsoft ein Plus von 50%.

Walmart:

Die Aktie von Walmart stand seit dem Jahreswechsel unter Druck und verlor in der Spitze leicht über 10%. Diesen Rücksetzer nutzte der Director Randall Stephenson und kaufte zum Kurs von 129,63 Dollar insgesamt 7.725 Aktien des Einzelhandelsriesen. Insgesamt musste Randall für die Käufe etwas über 1 Millionen Dollar berappen.

Walmart ist ein weltweit tätiger US-amerikanischer Einzelhandelskonzern, der einen großen Teil des US-Marktes beherrscht. Walmart ist in der Liste Fortune Global 500 auf Platz eins der umsatzstärksten Unternehmen der Welt verzeichnet. Mit über zwei Millionen Angestellten ist der Konzern zudem der größte private Arbeitgeber der Welt.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei Walmart insgesamt 559 Milliarden Dollar an Umsatz durch die Bücher – ein Plus von 6,8% zum Vorjahr. Am Ende blieb ein Gewinn von 13,5 Milliarden Dollar nach 14,8 Milliarden Dollar im Vorjahr hängen.

Dropbox:

Bei Dropbox, einem Anbieter von Speicherplatz, gab es zuletzt ebenfalls einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director Robert Mylod erwarb 100.000 Aktien zum Preis von 24,59 Dollar das Stück. Damit summierte sich das Transaktionsvolumen entsprechend auf 2,45 Millionen Dollar. Mylod, der die VC-Firma Annox Capital Management gründete und 2014 in den Dropbox-Vorstand eintrat, hatte seit 2019 keine Transaktion mehr am offenen Markt getätigt, und das war ein kleiner Verkauf.

Zuletzt hat das US-amerikanische Software- und Filehosting- Unternehmen Dropbox die Übernahme von DocSend angekündigt, ein Startup für Dokumenten-Sharing und Verfolgung. DocSend gibt den Kunden einen Überblick darüber, was mit ihren geteilten Dokumenten passiert, nachdem sie sie versendet haben. Dies geschieht anhand eines sicheren Links statt eines gesendeten Anhangs. DocSend soll das Produktspektrum von Dropbox weiter ausbauen. Das Startup bedient nach eigenen Angaben mehr als 17.000 Kunden.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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