Juni 2021: Die 3 größten Investments von Top-David Goel

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Top-Investor David Goel setzt mit hoher Gewichtung auf Netflix und Walt Disney: Trotz abflachender Wachstumsdynamik - der Streaming-Boom ist ungebrochen (Foto: Kaspars Grinvalds / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des US-amerikanischen Top-Investors David Goel vorstellen.

Vielleicht ist Ihnen der Name noch nicht geläufig, unter Branchenexperten ist Goel aber bekannt wie ein bunter Hund. Der Finanzexperte ist nicht nur einer der erfolgreichsten Hedgefondsmanager, sondern gilt auch als Zögling des Star-Investors Julian Roberston, der ihn im Rahmen seines Tiger Clubs mit Geld ausgestattet hat.

David Goel, 1989 Absolvent der Phillips Exeter Academy und 1993 Absolvent der Harvard University, studierte internationale Beziehungen mit dem Schwerpunkt Regierung. Nach seinem Universitätsabschluss arbeitete er als Finanzanalyst bei der Investmentbank Morgan Stanley im Technologiebereich. Von 1995 bis 1996 war er als Finanzanalyst beim Multimilliarden-Dollar-Private Equity-Fonds General Atlantic Partners. Dann verließ er die Firma, um Analyst und später Partner bei Tiger Management zu werden. Im Jahr 1999 gründete er dann seinen eigenen Hedgefonds Matrix Capital Management.

Mittlerweile verwaltet Goel rund 8,6 Milliarden Dollar. Dabei investiert der Großanleger vor allem in wachstumsstarke Unternehmen.

Das sind aktuell die drei größten Aktien-Positionen aus Goels Hedge-Fonds Matrix Capital Management:

Netflix

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 12% ist die Netflix-Aktie. Derzeit hält Goel ein Aktienpaket im Wert von ca. 1,04 Milliarde Dollar an dem Konzern. Aktuell besitzt Matrix Capital damit 0,45% aller ausstehenden Netflix-Aktien.

Netflix ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich mit dem kostenpflichtigen Streaming und der Produktion von Filmen und Serien beschäftigt. Es wurde von Reed Hastings und Marc Randolph 1997 in Los Gatos (Kalifornien) gegründet und agierte zunächst als Online-Videothek mit dem Versand von Filmen auf DVD und Blu-ray an seine Abonnenten. Im Jahr 2007 stieg Netflix ins Video-on-Demand-Geschäft ein und machte die Inhalte per Streaming für Abonnenten zugänglich.

Im ersten Quartal kletterten die Umsätze um rund 25% auf 7,16 Milliarden Dollar. Insgesamt erzielte Netflix einen Gewinn pro Aktie von 3,75 Dollar. Erwartet wurde 2,97 Dollar. Bei der Anzahl der neu dazugekommenen zahlenden Kunden enttäuschte Netflix aber. Diese lag bei 3,98 Millionen, während von den Analysten mehr als zwei Millionen mehr (6,02 Millionen) erwartet wurden.

The Walt Disney

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von rund 8,95% ist die Aktie von Walt Disney. Derzeit hält Goel ein Aktienpaket im Wert von gut 775 Millionen Dollar an dem Konzern. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Manager seine Position unverändert gelassen

Walt Disney ist ein international führendes Familienunterhaltungs- und Medienunternehmen, das in erster Linie über seine Filmproduktionen sowie als Betreiber der Erlebnisparks Disneyland bekannt ist. Darüber hinaus entwickelt, produziert und vertreibt die Gesellschaft Fernseh-, Radio-, Verlags- und digitale Inhalte über die Marken Disney/ABC Television Group und ESPN Inc. Zuletzt machte der Konzern auch mit seinem Streaming-Angebot Disney+ auf sich aufmerksam. Der Online-Videodienst war im November 2019 in den USA an den Start gegangen und zählt inzwischen 104 Millionen zahlenden Kunden. Allerdings ließ die Wachstumsdynamik zuletzt nach.

Insgesamt sanken der Umsatz des Konzerns im ersten Quartal im Jahresvergleich auf 15,6 Milliarden Dollar (-13%). Der Gewinn stieg zwar auf 901 Millionen Dollar, was fast einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Allerdings hatten hohe Kosten wegen der Pandemie und weitaus höhere Steuern das Ergebnis vor einem Jahr um 90 % einbrechen lassen.

Transdigm Group:

Mit Transdigm setzt David Goel auf die Aktie eines Flugzeugteilelieferanten. Insgesamt hält Goel Aktien der Firma im Gegenwert von beinahe 643 Millionen Dollar. Im letzten Quartal hat der Manager die Position nicht verändert. Insgesamt hält der Investor 1,99% aller ausstehenden Stimmrechte des Unternehmens.

Das Unternehmen stellt Flugzeugteile her, die oft im Zuge von Wartungsarbeiten als Ersatzteile eingesetzt werden. Doch es ist weniger der Verkauf dieser Flugzeugteile, der das Unternehmen so hochprofitabel macht, sondern vor allem die Wartungs- und Instandhaltungsverträge, die TransDigm mit den Fluggesellschaften abgeschlossen hat. Solche Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sind eigentlich auch das hochprofitable „Filetstück“ der großen Flugzeugbauer Boeing und Airbus, machen bei diesen Riesen jedoch nur einen kleinen Teil der Gesamterlöse aus und gehen somit im Konzerngeschäftsergebnis unter. Bei TransDigm liegt hingegen der Schwerpunkt auf den lukrativen Serviceleistungen der Wartung- und Instandhaltung. Selbst im Corona-Jahr 2020 erzielte der Konzern bei 5,1 Milliarden Dollar Umsatz einen Reingewinn von 699 Millionen Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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