Alphabet und Microsoft überzeugen mit ihren Zahlen

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Alphabet und Microsoft haben überzeugende Zahlen vorgelegt. Die Ampeln für weitere Kurssteigerungen stehen auf Grün. (Foto: mariakray/Shutterstock)

Im Laufe dieser Woche öffnen die fünf Technologie-Schwergewichte Facebook, Alphabet, Microsoft, Amazon und Apple ihre Bücher. Für den Gesamtmarkt ist das deshalb wichtig, weil diese fünf Unternehmen zusammen für fast die Hälfte der Gewichtung im Nasdaq 100 und somit maßgeblich für die Richtung des Technologie-Index verantwortlich sind.

Drei dieser fünf Unternehmen haben ihre Zahlen bereits vorgelegt. Unter dem Strich fällt die Zwischenbilanz positiv aus. Ich gebe Ihnen einen Überblick.

Facebook mit durchwachsenen Zahlen

Am Montag machte Facebook den Anfang. Das Social-Media-Unternehmen war zuletzt massiver Kritik ausgesetzt. Dies ist wohl auch ein Grund dafür, dass der Konzern sich umbenennen will. Ein weiterer ist, dass Facebook mehr ist als sein gleichnamiges soziales Netzwerk. Auch Instagram und WhatsApp oder Oculus, ein Hersteller von Virtual-Reality-Headsets, gehören zum Konzern.

Mit den Ergebnissen konnte Facebook nicht komplett überzeugen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal zwar um 35% auf 29,0 Mrd. Dollar. Analysten hatten jedoch mit 29,6 Mrd. Dollar gerechnet. Der Nettogewinn erhöhte sich um 17% auf 9,2 Mrd. Dollar oder 3,22 Dollar je Aktie und lag damit über den Schätzungen von 3,19 Dollar je Aktie. Beim Ausblick blieb der Konzern dagegen ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

Die Aktie fiel gestern auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai und schloss unter der 200-Tage-Linie, die aktuell bei rund 320 Dollar verläuft. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, erst einmal abzuwarten, ob der Gleitende Durchschnitt, der den mittelfristigen Trend anzeigt, schnell zurückerobert werden kann. Ansonsten drohen kurzfristig weitere Einbußen.

Alphabet und Microsoft überzeugen

Überzeugen konnten dagegen die Google-Muttergesellschaft Alphabet und Microsoft, die gestern Abend nach Ende des Wall-Street-Handels ihre Bücher öffneten. Alphabet steigerte den Umsatz um 39% auf 65,1 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn machte einen Sprung um 69% auf 18,9 Mrd. Dollar oder 27,99 Dollar je Aktie. Analysten hatten nur mit Erlösen von 63,4 Mrd. Dollar und einem Ergebnis von 23,37 Dollar je Aktie gerechnet.

Auch der Softwareriese Microsoft übertraf mit einem Umsatzanstieg von 22% auf 45,3 Mrd. Dollar die Analystenerwartungen von durchschnittlich 44,0 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 48% auf 20,5 Mrd. Dollar oder 2,71 Dollar je Aktie. Selbst wenn man eine hohe Steuergutschrift herausrechnet, lag das Ergebnis mit 2,27 Dollar je Aktie noch klar über den Schätzungen der Analysten, die nur 2,07 Dollar je Aktie prognostiziert hatten.

Für beide Unternehmen bleibt das Cloud-Geschäft ein Wachstumstreiber. Alphabet steigerte die Erlöse in diesem Bereich um 45%, Microsoft wuchs sogar um 50%.

Alphabet und Microsoft sind weiter aussichtsreich

Während die Alphabet-Aktie nachbörslich leicht nachgab, legte Microsoft weiter zu und notiert auf einem absoluten Allzeithoch. Hier stehen die Ampeln für weitere Kurssteigerungen auf Grün.

Aber auch bei Alphabet ist der Aufwärtstrend weiter intakt. Die Aktie ist zwar seit einiger Zeit auf Konsolidierungskurs. Die Chancen für eine baldige Fortsetzung des Aufwärtstrends stehen aber unverändert gut. Die Papiere von Alphabet und Microsoft bleiben absolute Basisinvestments im Technologiesektor.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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