Morgan Stanley Dank Börsenboom auf Rekordjagd

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Morgan Stanley mit Rekordzahlen: Der anhaltende Börsenboom lässt die Kassen klingeln. Und es sind milliardenschwere Aktienrückkäufe in Planung. (Foto: tom - Adobe Stock)

Die Berichtssaison ist gestartet und die US-Banken haben mit der Vorlage ihrer Ergebnisse begonnen: Vor allem die Investmentbanken konnten Dank florierender Aktien– und Anleihegeschäfte die Erwartungen der Analysten zum Teil deutlich übertreffen. Wie Goldman Sachs und JP Morgan hat sich nun auch Morgan Stanley in die Riege der Profiteure des Börsenbooms eingereiht und Rekordzahlen präsentiert.

Die Aktie ließ die Nachricht erst einmal kalt. Allerdings sind die Papiere seit der Corona-Kursdelle im März vergangenen Jahres auch um 170% nach oben geklettert.

Morgan Stanley im Portrait

Morgan Stanley ist eine der weltweit führenden Großbanken und gilt seit der Finanzkrise als systemrelevant. Zum operativen Geschäft gehören die drei Bereiche “Institutional Securities”, “Global Wealth Management” und “Asset Management”. Im Zuge der Finanzkrise geriet die ehemalige Investmentbank im Sommer 2008 in Schieflage und beantragte den Status einer normalen Geschäftsbank. Im Rahmen des Bankenrettungsplans erhielt Morgan Stanley 10 Mrd. USD. Zudem sprang die japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial Group dem Institut im September 2008 mit 9 Mrd. USD bei und hält seither einen Anteil von rund 21% an Morgan Stanley.

Die ursprüngliche Investmentbank entstand im September 1935 aus der Teilung der JP Morgan-Bank. Groß wurde Morgan Stanley auch über die Finanzierung der US-amerikanischen Eisenbahn und die Aufbauhilfen für große Konzerne wie General Electric und U.S. Steel. Seit 1942 ist das Institut börsennotiert.

Gewinn springt um 51% in die Höhe

Im abgelaufenen Quartal konnte US-Großbank die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Vor allem der weltweite Boom an den Kapitalmärkten sorgte für kräftigen Rückenwind. Aber auch die Geschäfte im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung entwickelten sich prächtig: Im Schlussquartal kletterten die Erträge um ein Viertel auf 13,6 Milliarden Dollar. Noch stärker ging es beim Gewinn nach oben. Unter dem Strich erhöhte sich der Nettogewinn auf 3,4 Milliarden Dollar, was einem imposanten Anstieg um 51% entspricht.

Je Aktie blieb ein Gewinn von 1,81 Dollar übrig. Für Sie zum Vergleich: Die Analysten rechneten im Vorfeld der Zahlen sogar mit einem leichten Gewinnrückgang auf 1,27 Dollar je Anteilschein.

Morgan Stanley auf Rekordjagd

Auch die Zahlen für das Gesamtjahr konnten sich sehen lassen: Im zurückliegenden Geschäftsjahr erreichte Morgan Stanley ein Plus bei den Umsätzen von 16% auf 48,2 Milliarden Dollar und erreichten damit das höchste Niveau der Firmengeschichte. Gleichzeitig verbesserte sich der Gewinn um 22% auf 11,0 Milliarden Dollar.

Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm geplant

Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Firmenboss James P. Gorman ausgesprochen zuversichtlich und will die Aktionäre am Erfolg des Konzerns teilhaben lassen. Das Aktienrückkaufprogramm soll massiv ausgeweitet werden.

Im zurückliegenden Jahr wurden lediglich Aktien im Wert von 1,3 Milliarden Dollar zurückgekauft. Pandemie bedingt wurden diese sogar zeitweise verboten. In 2021 plant der Finanzkonzern nun Aktien im Gegenwert von bis zu 10 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Zudem soll den Anlegern eine Quartalsdividende von 38 Cent je Aktie zufließen.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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