NASDAQ 100: An dieser Durchschnittslinie wird es sich entscheiden

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

Bereits in der vergangenen Woche haben die sonst so starken Aktien etwas geschwächelt. Sogar Tesla hat vorerst den Rückwärtsgang eingelegt. (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Die großen Tech-Aktien machen in den letzten Tagen etwas Pause. Heute natürlich besonders – schließlich ist Martin Luther King Day in den USA. Die Börsen haben geschlossen. Doch bereits in der vergangenen Woche haben die sonst so starken Aktien etwas geschwächelt. Sogar Tesla hat vorerst den Rückwärtsgang eingelegt.

Die NASDAQ geht dementsprechend auch Richtung Süden. Doch das kann sich bereits in den nächsten Stunden wieder ändern. Das Potential wäre da laut der folgenden Ansicht.

NASDAQ 100 im 2-Stunden-Chart

Bis 13.137 Punkte lief die NASDAQ Anfang Januar. Seitdem fallen die Kurse und eine alles entscheidende Linie wird uns den Weg weisen. Im 2-Stunden-Chart hat die grüne Linie offensichtlich eine große Bedeutung. Es handelt sich dabei um die gewichtete 200-Kerzen-Linie. Da es der 2-Stunden-Chart ist, haben wir es mit einer 400-Stunden-Linie zu tun.

Bereits vor Weihnachten haben die Kurse direkt dort aufgesetzt. Zuletzt noch einmal am 12. Januar. Nach dem Jahreswechsel wurde diese Linie hart umkämpft und auch heute sind wir trotz Feiertag von unten an diese EMA-200 herangelaufen.

Somit wäre ein Abschluss über dieser grünen Linie wichtig für einen weiteren Anstieg. Solange das aber nicht passiert, kann die NASDAQ 100 auch wieder nach unten abdrehen. Als Unterstützung sollte der Bereich um 12.500 spätestens halten. Bis dahin haben wir derzeit noch reichlich Luft. Vielleicht hält auch bereits die blaue untere Trendlinie.

Wie tief könnte die NASDAQ 100 fallen?

Es gibt auch noch ein ultra-bärisches Szenario. Dabei müssen die Kurse aber bald einmal Fahrt aufnehmen. Denn das Ziel liegt hier bei unter 12.000 Punkten!

Wenn wir den Chart etwas herauszoomen, sehe ich einen Bereich für Unterstützungen um 11.800 Punkte. Somit könnte das eine Zone sein, die im bärischen Fall angelaufen werden. Aber wie gesagt, die Kurse müssten bald in den freien Fall übergehen, damit diese Projektion auch realistisch wird.

Kommt der neue Boom nach der Amtsübergabe?

Bis Mittwoch ist also vermutlich noch das große Geschiebe zur Seite zu sehen. Langweilige Börse, denn wir müssen warten, ob die Amtsübergabe sauber über die Bühne geht. 20.000 Soldaten sollen in Washington dafür sorgen, dass das so klappt. Nichts sagt „legitimer Wahlsieger“ so sehr wie eine fünfstellige Anzahl Soldaten, die beim Machtwechsel hilft. Die USA haben schon eine ganz besondere Situation geschaffen in den letzten Jahren. Dass sie schnell aus dieser Nummer herauskommen, bezweifle ich.

Zum Glück kümmert sich die Börse in der Regel nicht um dieses Drama, das in den Medien gerne in Dauerschleife läuft. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass wir nach Mittwoch groß davon beeindrucken lassen.

Die USA werden die Bewegung um Q Anon nutzen, um schärfere Gesetze gegen inländische Terroristen zu erlassen. Alles im Sinne der Freiheit. Nachdem der Mittlere Osten als Gegner momentan ausfällt, muss man sich eben neue Feinde suchen. Das Terrorismus-Budget soll schließlich genutzt werden. Da sind die eingeschweißten Fans von Trump ein gefundenes Fressen.

Aber auch das wird die Börse nicht beeindrucken. Entscheidend wird die Höhe des Finanzpakets, das Biden erlassen will und wie die Krise weiter gehandhabt wird. Eine gute Chance besteht offenbar darin, dass es auch in den USA Lockdowns geben wird. Das wird die großen Konzerne weiter stärken, genauso wie hierzulande. So schlecht es für den Mittelstand ist, so gut es für die Aktien. Und wir spielen dieses Spiel in Deutschland sicher auch noch einige Wochen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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