Überall runde Zahlen: NASDAQ bei 14.000 und Dow bei 34.000 Punkten!

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Die US-Indizes machen das, was sie am besten können und zwar steigen. Der DAX kommt seit 6 Handelstagen nicht über sein Allzeithoch hinaus. (Foto: andersphoto / shutterstock.com)

Bald hat er den DAX eingeholt. Zumindest was die Punkte angeht, ist der NASDAQ nicht mehr weit entfernt. Der DAX steht aktuell bei 15.200 Punkten. Dafür konnte der NASDAQ alleine in den vergangenen vier Wochen rund 1.800 Punkte zulegen.

NASDAQ 100 im Tageschart

Hier sehen Sie das Ergebnis der großen Sektorenrotation. Pustekuchen! Ja, ein paar Tech-Aktien sind jetzt günstiger zu haben als vor zwei Monaten. Unter dem Strich ist aber Technologie weiterhin gefragt. Sonst würden wir hier nicht die 14.000 erreicht haben.

Die Kurse haben dabei exakt auf dem 23,6er Retracement der großen Aufwärtsbewegung seit dem Corona-Tief gedreht – das war bei 12.202 Punkten. Der Bullenmarkt ist also weiterhin intakt und niemand kann ihn aufhalten. So wirkt es immerhin.

Nachdem Fibonacci hier offensichtlich gut funktioniert, schauen wir uns die Extensionen an. Die 1.27er Extension liegt beim NASDAQ 100 bei 15.813 Punkten; die 1.62er bei 18.272 Punkten. Bis dahin hat der Index allerdings noch wirklich ein großes Stück vor sich. Wie sieht es beim Dow Jones dagegen aus?

Broadening Top beim Dow Jones? Fehlanzeige

Tja, das hatten sich die Bären so vorgestellt. Ich mir tatsächlich auch. Der Dow Jones rennt nach oben und haut sich im Bereich um 32.000 Punkte den Schädel an. Aber so richtig. Und zwar so stark, dass er deutlich zurücksetzt. Es wäre ein schöner Trade geworden, doch der ging nach hinten los.

Das Broadening Top hat der Dow nicht verstanden. Er steigt einfach weiter, als müsste er möglichst schnell noch die 34.000 abholen. Die hat er nämlich noch nicht ganz erreicht. Es fehlt noch ein kleiner Schnaps bis dahin. Ich will es nicht beschreien, aber wieso sollte er ausgerechnet jetzt umdrehen und die runde Marke nicht auch noch mitnehmen? Danach wartet die 35.000. Warum denn nicht?

Fazit:

Die US-Indizes machen das, was sie am besten können und zwar steigen. Der DAX kommt seit 6 Handelstagen nicht über sein Allzeithoch hinaus. Zur Seite wird geschoben, aber vom Feinsten! Und dazu noch mit armer Schwankungsbreite. „Ruhe vor dem Sturm?“ Ich glaube, dass ist einfach der DAX. Wann es stürmt, das entscheiden bitte immer noch die USA und nicht ein paar deutsche Sektoren.

Interessant wird es beim NASDAQ 100 jetzt allerdings schon. Die runde 14.000 ist erreicht und prompt gab es daran einen Rücksetzer. Derartige Marken sind weiterhin wichtig. Beim Dow übrigens nicht so sehr. Das liegt aber auch an der Punktzahl. Hier haben wir das 2,5-fache an Punkten. Da sind runde 1.000 nicht mehr ganz so spannend. Die durchläuft der Index gerne einmal, wenn er Wandertag und sich etwas vorgenommen hat.

Das wäre auch sonst zu einfach. So oft, wie der Dow an 1000er Marken vorbeikommt, ist das einfach nicht mehr so spannend für ihn. Was ist eigentlich mit Sell in May? Das schauen wir uns die Tage auch an. Falls wir jetzt an den letzten Ausläufern des Bullenmarktes sind, wäre der Mai sicherlich ein guter Zeitpunkt um Kasse zu machen. Zumindest in der Regel. Wir haben aber Corona und das ist hoffentlich auch irgendwann endlich. Und genau das Thema – wenn es denn aufgelöst wird – wirft die Saisonalität über den Haufen. Vermutlich müssen wir einmal um die Ecke denken.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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