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Nike: Aktie des Sportriesen setzt nach starken Zahlen Höhenflug fort

Inhaltsverzeichnis

Beim weltgrößten Sportartikelhersteller Nike laufen die Geschäfte rund. Der US-Konzern konnte mit den gerade vorgelegten Ergebnissen seine Erfolgsserie ungebremst fortsetzen. Vor allem die hohe Nachfrage in China sorgt weiterhin für Rückenwind. Das macht sich auch im Aktienkurs bemerkbar. Die Anleger feierten die Quartalszahlen und trieben die Aktie am Mittwoch mit einem Tagesplus von mehr als 4% auf das höchste Niveau aller Zeiten. Inzwischen kommt der Sportgigant auf einen Börsenwert von 142 Milliarden Dollar.

Nike schlägt Analystenerwartungen

Die Geschäfte laufen weiter auf Hochtouren. Sowohl beim Umsatz als auch Ergebnis konnte der Sportkonzern die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertreffen. Im ersten Geschäftsquartal (Anm.: Bei Nike endet das Geschäftsjahr immer am 31. Mai) stiegen die Einnahmen im Jahresvergleich um 7,2% auf 10,66 Milliarden Dollar. Um Währungseffekte bereinigt erzielte das Unternehmen sogar einen Anstieg um 10%.

China hui, Nordamerika pfui

Regional betrachtet zeigte sich allerdings ein zweigeteiltes Bild. In Nordamerika legten die Umsätze „nur“ um 4% (währungsbereinigt 4,6%) zu, was für einige Marktbeobachter etwas enttäuschend war. Stark hingegen wuchs mit einem Zuwachs um 30% in Nordamerika das Online-Geschäft.

Besonderen Rückenwind erhielt der Konzern, sowohl Off- als auch Online, durch die Entwicklung auf dem chinesischen Markt. Dort kletterten im zurückliegenden Quartal die Erlöse um satte 27%. Damit setzt Nike seine beeindruckende Serie fort: Seit mehr als fünf Jahren liefert die Gesellschaft dort jedes Quartal zweistellige Wachstumsraten. Damit aber nicht genug: Auch die Marge ist dort überdurchschnittlich hoch, unter anderem weil die Marketingkosten in China spürbar niedriger ausfallen. Nike erzielt mittlerweile in China eine Marge von knapp 40 % – bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Nike erzielt überproportionalen Gewinnsprung

Ebenso wie die hohe Dynamik in der Umsatzentwicklung konnte Nike auch mit seiner Gewinnentwicklung punkten. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 1,4 Milliarden Dollar hängen. Das entspricht einem deutlichen Plus von 25% zum Vorjahreszeitraum und einer Gewinnspanne von 13,08%.

Der außerordentliche Gewinnsprung fußt laut Finanzvorstand Andrew Campion vor allem auf gestiegenen Verkaufspreisen und einem überdurchschnittlich profitablen Online-Geschäft. Beeindruckend: Im vergangenen Quartal erhöhte sich der online generierte Umsatz über Apps und Webseiten um immerhin 42%.

Nike deklassiert die Konkurrenz

Mit seiner Profitabilität (13,08% Gewinnmarge) liegt Nike übrigens deutlich vor der Konkurrenz. Adidas kam zuletzt auf 9,64% Marge, Puma auf 4,05% und der aufstrebende kleine Rivale Under Armour lag mit -1,46% sogar in der Verlustzone.

Zuversicht für das Gesamtjahr

Auch für den Rest des laufenden Geschäftsjahres zeigt sich der Sportkonzern optimistisch. Die Bruttomarge soll weiter gesteigert werden, wenn auch nicht mit ähnlich hohen Wachstumsraten wie im ersten Quartal.

Die Analysten erwarten für das aktuelle Jahr einen Gewinn je Aktie von 2,97 Dollar, der im nächsten Jahr auf 3,44 Dollar ansteigen soll. Damit wird Nike aktuell an der Börse mit dem 26-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet. Auf dieser Basis raten die Analysten (21 von 27) mehrheitlich zum Kauf der Papiere. Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt mit 101,27 Dollar gut 11% über dem aktuellen Kursniveau.