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Tesla auf Jahrestief – Geo Group auf Jahreshoch!

Tesla auf Jahrestief – Geo Group auf Jahreshoch!
Tesla
Inhaltsverzeichnis

5 Prozent verlor heute die Aktie von Tesla. Wir notieren damit offiziell 59 Prozent unter dem Allzeithoch, das gut 1 Jahr alt ist. Die wichtige Unterstützung bei 180 US-Dollar wurde nach unten durchbrochen. Jetzt kann uns nur noch eine Marke vor einem erneuten größeren Abverkauf schützen. Welche das ist, schauen wir uns sofort an.

Tesla im Wochenchart

Wie Sie sehen, die lila Unterstützungslinie bei 180 ist gefallen. Die nächste liegt etwa bei 167 US-Dollar. Dort gab es Ende August 2020 ein Monatshoch und Ende November 2020 ein Wochentief. Ähnlich auffällige Chartpunkte gibt der Chart erst einmal nicht her. Das heißt für Sie: ein Mangel an Unterstützungen. Die Kurse dürften unter 167 US-Dollar frei fallen.

(Quelle: Tradingview.com)

Die blaue EMA 200 ist die gewichtete Wochendurchschnittslinie. Seit Oktober 2019 verlaufen die Preise jetzt zum ersten Mal wieder unter ihr. Damals waren das richtig schöne Einkaufskurse. Da kostete eine Tesla-Aktie umgerechnet auf den heutigen Kurs nur 17 US-Dollar. Aktuell stehen wir beim Zehnfachen! Das Allzeithoch liegt bei 414 US-Dollar.

Natürlich mag ein Teil des schlechten Kursverlaufs auch daran liegen, dass Elon Musk kürzlich Twitter gekauft hat. Die richtig guten Verbesserungen auf der Nachrichtenplattform lassen noch auf sich warten. Musk wirkt gerade so, als würde er sich ausschließlich um Twitter kümmern. Da bleibt dann Tesla etwas auf der Strecke und die Aktionäre zeigen ihre Meinung dazu.

Das erinnert ein wenig an Marc Zuckerberg und sein Metaverse. Nach der radikalen Kursänderung inklusive Namensänderung von Facebook auf Meta Platforms sprangen die Investoren ab. Jetzt liegt der mediale Fokus auf Musk und „seine“ Aktie verliert immer mehr an Wert. Schließlich hat er selbst zahlreiche Tesla-Aktien verkauft, um den Twitter-Deal bezahlen zu können.

Ähnlich wie bei Meta Platforms können wir uns auch hier die Frage stellen: Wann sind die Kurse genug gefallen, dass sich ein Investment lohnt? Zuckerberg hat inzwischen einen deutlichen Schritt zurück gemacht und mehrere Tausend Mitarbeiter entlassen. Die Begründung: Durch Covid waren die Anzeichen extrem, dass die Menschen in Zukunft wahnsinnig viel Zeit online und zu Hause verbringen werden. Das hat sich wieder geändert. Kein Lockdown, kein Metaverse?

Auf jeden Fall waren die Entlassungen wie üblich ein Grund zur Freude am Aktienmarkt. Meta Platforms schoss von 88 auf über 110 US-Dollar hoch. Zuvor fiel der Kurs allerdings 77 Prozent seit dem Allzeithoch.

Diese Strecke hat Tesla vielleicht noch vor sich. Wie oben geschrieben: Wir sind (erst) bei 59 Prozent. Es braucht vermutlich noch ein wenig Zeit, bis Tesla einen Boden gefunden hat. Dieser ist bei Facebook / Meta Platforms auch noch nicht in Stein gemeißelt.

Geo Group zündet den Turbo

Mitte August hatte ich Ihnen die Aktie vorgestellt. Sie wurde berühmt, weil der „Big Short“-Investor Michael Burry sie als einzigen Wert in seinem Depot hatte. Vor 3 Monaten lag die Aktie bei knapp unter 8 Euro. Heute hat sie die 10 Euro-Marke durchbrochen.

Wie damals schon geschrieben, lege ich mir diesen Wert nicht ins Depot. Mit Gefängnissen und dem dazu passenden maroden System in den USA will ich kein Geld verdienen. Dennoch ist die Kursentwicklung natürlich interessant. Besonders im aktuellen Umfeld. Heute sind die meisten Kurse Rot. Lediglich Disney mit +6 Prozent und eben Geo Group mit +3 Prozent zeigen sich besonders stark.

(Quelle: Tradingview.com)

Den blauen Trendkanal hat die Aktie seit meiner Vorstellung hier im Trading Insider gezeichnet. Typisch für einen Ausbruch wäre jetzt folgendes Szenario: Die Kurse laufen bis an das obere Ende des orangefarbigen Trendkanals. Dabei habe ich den blauen Trendkanal einfach nach oben kopiert. Oft genug pendeln die Kurse erst in einem Kanal, um dann dieselbe Breite in Ausbruchsrichtung noch einmal abzuarbeiten.

Laut RSI unter dem Chart sind wir aber schon recht heiß gelaufen. Die Mitte des Kanals war auch noch in der „blauen Phase“ oft ein Anlaufpunkt. Die Chance ist somit durchaus gegeben, dass die Kurse nicht sofort bis ans obere Ende des neuen Kanals preschen. Einige Tage an der gestrichelten Mittellinie können sie durchaus verbringen. Vielleicht gibt es auch einen Rücksetzer.

Mittelfristig sieht die Aktie definitiv gut aus. Was logischerweise im Umkehrschluss für mehr Inhaftierte und somit mehr begangene Verbrechen spricht. Genau das ist der Punkt, warum ich solche Dystopie-Werte nicht kaufen möchte. Da kaufe ich lieber Meta Platforms oder Tesla mit deutlichem Rabatt, wenn die Zeit reif ist.

Andererseits können wir die Aktie als einen Indikator nutzen, um die sozialen Zustände in den USA zu analysieren. Sollte die Geo Group irgendwann wieder an Wert verlieren, kommen vielleicht wieder bessere Zeiten auf uns zu.