Warnung vor Peloton: US-Gesundheitsbehörde schlägt Alarm!

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Peloton bekommt dadurch auch quasi kostenlos Werbung, wenn die Nachrichten in den USA fleißig darüber berichten. Es ist also ein zweischneidiges Schwert für die Aktionäre. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Es ist einen Monat her, dass ein Kind in den USA, durch einen Unfall mit dem Peloton Laufband ums Leben gekommen ist. Jetzt hat die Consumer Product Safety Commission reagiert und eine „dringende Warnung“ ausgesprochen.

Wer Kinder und Haustiere hat, solle das Gerät nicht mehr benutzen. So die Aussage. Insgesamt sind bislang 39 Vorfälle bekannt, die zu einem Unfall mit dem Laufband führten. Darunter eben auch der tragische Tod eines Kindes, das beim Spielen offenbar unter das laufende Band geriet und der Motor nicht stoppte.

Peloton-Aktie verliert 7 Prozent

Auf die Warnung hat natürlich auch der Kurs reagiert. 7 Prozent ging es heute direkt nach unten. Allerdings hält sich der Ausverkauf noch in Grenzen. Wir stehen immer noch über der 100 US-Dollar und solch eine direkte Reaktion auf eine derartige Meldung ist logisch.

Unfälle mit Technik sind garantiert. Davon kann Tesla auch ein Lied singen. Wobei ich das noch etwas differenzierter sehe, ob ich einen Computer ein Auto selber fahren oder ob ich zu Hause mein Laufband anschalte und mein Kind damit alleine lasse.

Ja, beide sollten entspreche Sicherheitsvorkehrungen haben und die werden durch solche Unfälle auch optimiert. Dennoch sehe ich für Peloton durch die übertriebene Warnung kein Problem, was den Aktienpreis angeht. Wir müssen auch bedenken: Das war in den USA. Dort wird gerne übertrieben, was die Gefahren und deren Warnungen angeht. Einfach um sich abzusichern, damit es keine Millionenklagen gibt. Deshalb steht dort auch überall ein Schild im Supermarkt, wenn der Boden frisch gewischt wurde. Man kann einfach nicht davon ausgehen, dass die Leute selber zu dem Schluss kommen, dass der Boden rutschig ist, wenn er nass ist.

Genauso ist es wohl auch mit elektrischen Laufbändern. Wer also Kinder oder Haustiere zu Hause hat, soll dieses Gerät nicht mehr benutzen. Das ist die Empfehlung. Damit ist die Gesundheitsbehörde sicherlich aus dem Schneider. Viel schärfer können die kaum warnen. Und wenn jetzt noch was passiert, heißt es dann: Wir haben es euch doch gesagt!

Dass der Kunde von Peloton das Gerät aber trotzdem nutzen kann, wenn er noch ein zweites Zimmer hat, wird nicht erwähnt. Wenn Kind oder Haustier nicht im Raum sind, ist eine Benutzung weiterhin verboten. Zumindest, wenn wir uns an die Ansage der Product Safety Commission halten. Hier gibt es wieder keine Grauzone. Haben Sie ein Haustier – dann Füße weg vom Peloton Laufband. Auch, wenn das Haustier nur ein Goldfisch ist.

Man könnte ja auch meinen, dass der US-Amerikaner, der sich ein Laufband für über 4.000 US-Dollar leisten kann, auch einen eigenen Fitness-Raum hat. Dort könnte er das Gerät hinstellen. Aber diese Transferleistung ist heutzutage nicht mehr zu erwarten. Wobei, der Börsenkurs von Peloton hat das offenbar verstanden. Deshalb ging es zwar ein Stück zurück, aber eben nicht übermäßig.

7 Prozent sind bei Peloton gar nichts. Eine solche Bewegung gehört zu Tagesordnung. Nur gab es über das Wochenende ausnahmsweise einmal News dazu in Form der Warnung.

Fazit:

So hart es auch ist, den Börsenkurs interessiert der Tod des Kindes nicht. In den Tagen nach dem Vorfall im März stieg die Aktie um 15 Prozent. Insofern wird die jetzige Warnung wahrscheinlich auch nur kurzfristig für rote Kerzen sorgen.

Peloton bekommt dadurch auch quasi kostenlos Werbung, wenn die Nachrichten in den USA fleißig darüber berichten. Es ist also ein zweischneidiges Schwert für die Aktionäre. Der Rücksetzer ist für einige Kaufgelegenheit. Ich würde tatsächlich noch ein paar Tage abwarten. Aber ich bin ja auch schon investiert per Aktie und Optionsschein. Sollte der Kurs noch einmal deutlich runtergehen, werde ich beim Optionsschein nachlegen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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