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Der Druck der Anleger macht das Geschäftsmodell nicht besser

Inhaltsverzeichnis
Dass Druck von der Straße Wirkung zeigen kann, zeigt sich nicht nur in der aktuellen Klimadebatte. Auch die Anleger konnten am vergangenen Freitag einen Sieg erringen. Als nämlich die Verantwortlichen des Börsenkandidaten The We Company, die Holding des schwer defizitären WeWork, ankündigt haben, auf Druck der Investoren Änderungen in der Unternehmensführung vorzunehmen. Hierdurch sollen die Bedenken der Anleger zerstreut werden, die in den letzten Wochen aufgekommen und für schlechte Stimmung im Vorfeld des Mega-Börsengangs verantwortlich waren.

Corporate Governance-Themen

Die Änderungen im Emissionskonzept sind zahlreich und betreffen vor allem die bei WeWork vernachlässigten Corporate Goverance-Regeln. So sollen die B- und C-Aktien statt „nur“ mit dem 10-fachen statt wie bisher geplant mit dem 20-fachen Stimmrecht ausgestattet werden. Damit wird es für die Gründerfamilie um den Vorstandsvorsitzenden Adam Neumann schwieriger, nach dem IPO die Anteilsmehrheit zu behalten.

Auch die Funktion der Ehefrau von Adam von Neumann, Rebekha Neumann, die im Unternehmen als CIO tätig ist, wurde beschnitten. Sie war bislang dazu berechtigt, einen neuen Vorstandsvorsitzenden vorzuschlagen, sollte ihr Ehemann innerhalb von zehn Jahren nach dem Börsengang sterben oder nicht mehr in der Lage sein, seine Aufgabe wahrzunehmen. Stattdessen soll nun der Board of Directors über einen Nachfolger entscheiden. Verlängert wurde auch die sogenannten Lock-Up-Periode, worin festgelegt wird, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt Altaktionäre ihre Bestände verkaufen dürfen. Nun soll Neumann im zweiten und dritte Jahr nach dem Börsengang nicht mehr als 10 % seiner Anteile verkaufen dürfen.

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