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Was die Krise für diese Hygiene-Aktie bedeutet

Inhaltsverzeichnis

Jede Krise hat ihre Gewinner. Manche Gewinner sind ganz offensichtlich. Beispielsweise Unternehmen, die in dieser Zeit Impfstoffe oder Medikamente bereitstellen können. Andere Gewinner rücken erst nach und nach in den Fokus der Öffentlichkeit. Ein Unternehmen, das wir immer schon ganz interessant fanden, könnte im Zuge der Krise neue Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Rede ist vom US-Konzern Stericycle.

Stericycle wurde 1989 gegründet und ist ein Service- und Beratungsunternehmen, das sich auf den Schutz der Angestellten und die Risikoreduzierung spezialisiert hat. Die Leistungen umfassen die Entsorgung medizinischen Abfalls, das Entsorgungsmanagement von spitzen und scharfen Gegenständen, Produktrückrufe sowie Marktwiedereinführungen. Stericycle ist in den USA, in Argentinien, Chile, Irland, Mexico, Portugal, Rumänien und Großbritannien präsent.

Hier knirscht es auch ohne Krise

Bei Stericycle läuft es trotz umfassender Geschäftsumwandlung immer noch nicht rund. Der Umsatz ging im 3. Quartal um 2,6% auf 833,1 Mio $ zurück. Der Rückgang lag an niedrigeren Preisen und ungünstigen Wechselkursen, die den Umsatz um 18,4 bzw. 13,3 Mio $ verringerten. Abgesehen von dem etwas schwächeren Umsatz aus regulierten Abfall-Dienstleistungen, verringerte sich der Umsatz der kleinsten Sparte Kommunikation und verwandte Dienstleistungen (CRS) um 17,7%.

Der Umsatz im Kerngeschäft setzte dagegen seinen positiven Trend mit einem organischen Wachstum von 14 Mio $ fort. Grund für den Anstieg waren bessere Geschäfte mit medizinischen Abfällen. Das operative Ergebnis hat sich leicht verbessert. Unterm Strich fiel ein Verlust von 59,2 Mio $ an, teilweise bedingt durch Kosten für die Umstrukturierung, die planmäßig verläuft und auch noch im Rahmen des Budgets liegt.

Im Oktober hat sich der Konzern von drei nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen getrennt und seine Bemühungen zur Portfolio- Rationalisierung vorangetrieben. Die Veräußerungen umfassten das nordamerikanische Geschäft mit Telefonanrufbeantwortern und das Geschäft mit pharmazeutischen Retouren für den Einzelhandel. Zudem verfolgt Stericycle weiterhin strategische Alternativen für das Non-Core-CRS-Geschäft.

Langfristig positivere Perspektive

Erfreulich war der starke freie Cashflow, mit dem Stericycle den größten vierteljährlichen Schuldenabbau seit dem 3. Quartal 2017 erzielte. Die Aktie hatte Anfang des Jahres die Talsohle durchschritten. Nun kommt aber die Krise hinzu. Wir glauben, dass Stericycle im Zuge der Krise als Unternehmen im medizinischen Bereich von höheren Staatsausgaben im Gesundheitssektor profitieren kann. Anleger sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass wir den Wert vor der Krise als eher durchschnittlich bewertet haben. Es ist nicht so, dass die Krise für das Unternehmen alles verändert. Kaufen Sie bei Schwäche bestenfalls in kleinen Tranchen zu!