Wenn sich dieser Chart wiederholt, kommt bald der Crash!

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Domino-Day ist noch nicht an der Börse. Es fallen wohl die falschen Steine. Nicht jeder muss gleich eine Lawine auslösen, doch die Zeichen mehren sich. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Es fallen immer mehr Dominosteine, doch den Markt interessiert es nicht. Noch nicht? Oder sind wir einfach total abgekoppelt von der Realität? Die Notenbanken werden es schon richten. Das scheint die Devise zu sein. Geht es vielleicht wirklich einfach immer nur noch nach oben?

Wohl kaum, aber es wirkt so. Die Grafik unten lässt Böses ahnen. Offiziell macht es natürlich nichts, wenn ein Schiff den Suezkanal verstopft und hunderte Transportschiffe aufhält. Die Kosten können sogar auf die Minute runtergerechnet werden. Ein teures Manöver für die gesamte Lieferkette und vielleicht auch für die Weltwirtschaft. Aber zum Glück nur theoretisch. Die Börsen sind am Freitagabend nach oben geschossen. Der DAX und Dow Richtung Allzeithoch.

So schlimm kann es also nicht gewesen sein. Und heute ist das Frachtschiff auch wieder befreit worden. Es flutscht also alles wieder. Bald. Es wird noch ein paar Minütchen brauchen, bis so ein Stau sich auflöst.

Hedgefonds bekommt Margincall

Dass ist doch in gewisser Weise beruhigend, dass es den Profis auch so gehen kann. Ein großer Hedgefonds in den USA kann seiner Nachschusspflicht nicht nachkommen und muss liquidieren. Die Banken, die dem Fonds Sicherheiten gaben, müssen jetzt herhalten. Darunter auch die Credit Suisse.

Eigentlich hatten die Schweizer mit einem gigantischen 1. Quartal gerechnet. Doch daraus wird jetzt nichts. Der Schaden sei substanziell. Schuld ist aktuellen Gerüchten zufolge der Fonds „Archegos Capital Management“. Hier wurden am Freitag Aktienpositionen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar liquidiert. Deshalb stürzten die Aktien von ViacomCBS, Baidu und Discovery stark ab.

Die Credit Suisse muss jetzt für mindestens eine Milliarde US-Dollar den Kopf hinhalten. Es könnten Schätzungen nach sogar bis zu vier werden! Die Aktie der Bank ist heute entsprechend unter Druck: Aktuell verliert sie 11 Prozent zum Stand von Freitag.

Bitte kaufen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen

Ein Hedgefonds, der Pleite geht. Letztens Hedgefonds, die Milliardenhilfen brauchten, weil Privatanleger zu viele Gamestop-Aktien kauften. Ein Schiff, dass den Suezkanal blockiert. Doch der Markt reagiert einfach nicht. Überall kippen die Dominosteine, aber alle waren wohl freistehend. Es gibt keine Folgereaktion. Die Börse erkennt die Nachricht an, zuckt mit den Schultern und steigt einfach weiter.

Wobei, es steigt ja nicht alles und immer am Stück. Wenn wir den Wochenchart vom Dow Jones anschauen, erkennen wir viele rote Kerzen in den letzten 12 Monaten! Währenddessen ist der Index allerdings von fast 18.000 auf 33.000 Punkte geklettert. Ein Anstieg um über 80 Prozent. Wir sind dabei immer noch im Lockdown und schieben den Schwarzen Peter jetzt reihum. Wann kommt das Echo?

Wenn sich dieser Chart wiederholt, kommt bald der Crash!

Hier sehen Sie, was das „Smart Money“ macht. So werden die Handelsbewegungen in der letzten Stunde eines Börsentages bezeichnet. Das „schlaue Geld“ hat vor dem Corona-Crash verkauft. Und macht es jetzt noch extremer!

Im Vergleich dazu wird der SPX, also der S&P 500 herangezogen. Nach dem ersten roten Rechteck sehen Sie den Crash im vergangenen Jahr. Hier kaufte das Smart Money dann bald wieder ein. Jetzt kommt der nächste Ausverkauf. Offenbar ist etwas im Busch!

Fazit:

Ja, der NASDAQ 100 scheint ein bisschen zu bröckeln. Viele Tech-Aktien, die seit Corona heiß liefen, konsolidieren jetzt. Doch so eine richtige Korrektur sieht anders aus. Es mehren sich dafür die Anzeichen und Andeutungen von vielen Beobachtern, dass irgendwas es stimmt mit dem Markt. Die Frage bleibt: Wann darf der Markt das zeigen und wird von der Realität eingeholt?

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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