Opel verhagelt GM das Geschäft – Der Pressespiegel

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20.000 Mängel müssen am BER noch beseitigt werden, Opel belastet die GM-Bilanz und Spanien häuft Rekordschulden an. (Foto: cybrain / Shutterstock.com)

BER: 20.000 kleine Mängel. Bevor man sich auf einen neuen Eröffnungstermin festlegt, sollen erst einmal alle Mängel am Großflughafen Berlin-Brandenburg festgestellt werden.

Ersten Meldungen zufolge gibt es noch viel zu tun: An die 20.000 einzelne Mängel sind demnach noch zu beheben. (SPON)

Standpunkt: Einsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Eine detaillierte Bestandsaufnahme, die das ganze Ausmaß des Desasters dokumentiert, ist ein solcher erster Schritt.

Nicht jeder Mangel würde zwingend eine Eröffnung verhindern, oftmals handelt es sich um kleinere Schönheitsfehler – aber auch zu viele davon würden das Ansehen eines Prestigeflughafens belasten.

Andererseits ist dessen Ruf sowieso schon ruiniert. Man darf gespannt sein, was da noch alles ans Tageslicht kommt.

Opel verhagelt GM das Geschäft. Der Opel-Mutterkonzern General Motors hat seine Jahresbilanzen vorgelegt. In Europa sind die Zahlen tiefrot – nicht zuletzt wegen Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall.

Das US-Geschäft konnte die schwachen Zahlen ausgleichen und sorgte unterm Strich für Umsatzsteigerung und Nettogewinn bei GM. Der Konzern hält an seinem Ziel fest, 2015 in Europa wieder schwarze Zahlen zu schreiben. (SZ)

Standpunkt: Europas Autobranche darbt. Dass es Opel so schlecht geht, daran hat GM durchaus auch einen eigenen Anteil, etwa indem es den Zugang zu den Wachstumsmärkten der wichtigsten Schwellenländer versperrt. Für die Bochumer Opel-Belegschaft sieht es jedenfalls düster aus.

Spanien macht Rekordschulden. Allen Sparanstrengungen zum Trotz hat sich der spanische Schuldenstand 2012 Medienberichten zufolge um 146 Milliarden Euro erhöht.

So stark ist der Schuldenstand Spaniens nie zuvor binnen eines Jahres angestiegen. Die Gesamtschulden belaufen sich auf nunmehr gut 882 Milliarden Euro oder 84 Prozent des BIP.

Auch die 40 Milliarden Euro schwere Rettungsaktion für spanische Banken schlägt sich in der Gesamtverschuldung des Landes nieder. Gespart werden soll nun bei Städten und Kommunen. (FAZ)

Standpunkt: Spanien ist ein Paradebeispiel dafür, dass alleiniges Sparen die Krise noch verschärft. Sparmaßnahmen und Arbeitsplatzabbau führen zu hoher Arbeitslosigkeit, diese wiederum verringert die Kaufkraft und somit die Steuereinnahmen, belastet aber gleichzeitig die Sozialkassen.

So geht es nicht weiter. Jetzt den kommunalen Bürgermeistern ihre Gehälter wegzurationalisieren kann auf Dauer auch nicht die Lösung sein.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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