3:0 für die Dividenden-Strategie

Dividenden-Aktien gibt es auch im Paket. Wir stellen die Risiken von Dividenden-Fonds vor.

Dividenden sind der Renner. Inzwischen hat sich auch die Fondsbranche auf unser Lieblings-Thema gestürzt.

Die überzeugenden Argumente nachhaltiger Dividenden-Investments machen sich seit einiger Zeit auch Fondsverkäufer zu Nutze. Dabei können einige Dividendenfonds ganz gute Ergebnisse vorweisen.

Es ist also keinesfalls so, dass Dividenden-Fonds per se schlecht sind. Dennoch gibt es einige Fallstricke, auf die ich Sie aufmerksam machen will.

Wie der Eisverkäufer im November

Der Hintergedanke eines Fonds ist der: Man kauft mehrere verschiedene Aktien, packt sie in einen Fonds und gibt Fondsanteile aus. So repräsentiert jeder Fondsanteil das gesamte Aktienpaket.

Das sorgt einerseits dafür, dass Risiken gemindert werden. Fällt bei einem Unternehmen die Dividende aus, fällt das nicht so stark ins Gewicht, weil Sie ja theoretisch 20 Unternehmen im Depot haben.

In der Theorie klingt das natürlich ganz gut. Doch hat diese Medaille zwei Seiten:

Ein Fonds vermittelt Ihnen eine trügerische Sicherheit. Oft wissen Sie nicht einmal, welche Werte Sie im Depot haben. Hinter dem Schlagwort Diversifikation können nämlich auch Risiken stecken.

Für Fondseigner sind diese Risiken oft kaum ersichtlich. Das böse Ende kommt für Fondsanleger meist erst dann, wenn es kein Zurück mehr gibt.

Da Fonds größere Positionen im Depot haben, machen diese bei schwierigen Marktlagen größere Verluste. Das ist in etwa so, wie ein Eisverkäufer im November – um seinen Vorrat an den Mann und die Frau zu bringen, muss er mit dem Preis runter.

Fonds haben riesige Vorräte. Privatanleger wie wir eher kleine. Daher können wir selbst in heiklen Börsenphasen schnell und sicher verkaufen.

Gebühren? Kein Problem!

Hinzu kommt, dass wir überhaupt nicht gezwungen sind zu diversifizieren. Wenn uns nur 5 Aktien gefallen, investieren wir nur in 5 Aktien. Fonds müssen da schnell Kompromisse eingehen.

Einfach deswegen, weil ihnen die Diversifikation laut Statuten vorgeschrieben ist. Ein weiterer Aspekt bei Fonds sind die Gebühren. Wenn alles rund läuft und ein Fonds stärker steigt als ein einfacher Index, zahlen wir Gebühren gerne.

In den meisten Fällen halten Fonds aber nicht das, was sie versprechen oder haben zumindest Schwächephasen.

Doch selbst dann werden Gebühren fällig. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern nagt gerade in schweren Börsenzeiten gewaltig an der Rendite.

Wir als Privatanleger haben diese Probleme nicht. Gebühren spielen für uns eine untergeordnete Rolle. Ehrlich gesagt: Laufende Gebühren spielen heutzutage fast überhaupt keine Rolle mehr.

Transaktionsgebühren fallen auch nur bei Börsen-Zockern ins Gewicht. Unser langfristiger Ansatz ist also ziemlich kostengünstig. Ein weiterer Punkt für uns Privatanleger und gegen Dividenden-Fonds.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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