3D-Drucker: Hype oder Revolution?

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3D-Druckern wird eine große Zukunft prognostiziert. Lohnt sich das auch für Anleger? (Foto: EQRoy)

Auf der CeBIT habe ich vor zwei Wochen die hoch gelobten 3D-Drucker in Aktion gesehen.

Es ist schon faszinierend, wie die Geräte dreidimensionale Objekte herstellen: Die Vorführgeräte auf der Messe arbeiteten mit flüssigem Kunststoff (es sind aber auch viele andere Materialen möglich), der Schicht für Schicht aufgetragen wird.

Das Ergebnis konnte jeder Messebesucher in den Händen halten. Ich muss sagen, für einen Einsteigermodell (das es mittlerweile für rund 1.500 Euro zu kaufen gibt) war die Präzision schon beeindruckend.

3D-Druck-Aktien: Hohe Gewinnchancen, hohes Risiko

Für Sie ist das Thema auch aus Anlegersicht sehr interessant. Denn die Branche steckt noch in den Kinderschuhen.

Experten prognostizieren hohe Wachstumsraten. Nicht wenige gehen von einer Revolution der industriellen Produktion und der Medizin aus. Kritische Stimmen warnen hingegen vor einem Hype.

Ich meine: Das Risiko ist zwar recht hoch, schließlich kann niemand vorhersagen welcher Anbieter sich mit welcher Technologie letztlich durchsetzen kann.

Doch es lohnt sich, denn das Gewinnpotenzial liegt sicherlich auf Sicht einiger Jahre bei mehreren hundert Prozent.

Auf hohe Kursschwankungen müssen Sie sich allerdings einstellen – deswegen ist die Branche an der Börse (noch) den spekulativen Anlegern vorbehalten.

Bei Gelegenheit werde ich Ihnen die Marktführer der Branche genauer vorstellen. In dieser Ausgabe möchte ich Ihnen erst einmal zeigen, was die 3D-Drucker heute schon können und welches Potenzial in ihnen schlummert …

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Fabriken der Zukunft

3D-Drucker kommen heute schon bei der Herstellung von Modellen zum Einsatz, beispielsweise in Architekturbüros oder Entwicklungsabteilungen.

Sind die Daten eines Objektes einmal eingegeben, kann es beliebig vergrößert und verkleinert werden.

Auch in der Industrie haben die Drucker schon Einzug gehalten. Die Autohersteller nutzen Profi-Versionen der 3D-Drucker beispielsweise zur Produktion von Stoßstangen. Dies alles sind bescheidene Anfänge.

So forscht Airbus seit zwei Jahren an der Möglichkeit ein komplettes Flugzeug per 3D-Druck zu erstellen. Bis 2050 wollen die Wissenschaftler einen 80 mal 80 Meter großen 3D-Drucker bauen, der dies bewerkstelligen soll.

Dies mag aus heutiger Sicht unrealistisch klingen. Aber das war das Flugzeug für viele Menschen vor seiner Erfindung auch.

Bioprinting: Körperteile aus dem Drucker

Ebenfalls revolutionär: Die Möglichkeiten, die 3D-Drucker der Medizin bieten. Dazu zählt das sogenannte  „Bioprinting“. Zähne, Blutgefäße und Prothesen – all das wurde bereits von Wissenschaftlern mittels hochwertigen 3D-Druckern hergestellt.

Stellen Sie sich einmal vor, wie ein Gerät in jedem Krankenhaus der Welt schon in wenigen Jahren die medizinische Versorgung beträchtlich vorantreiben kann. Einfache Körperteile wie Knochen, Bänder und Knorpel brauchen dann nur ausgedruckt werden.

Fazit: Gute Voraussetzungen für einen neuen Megatrend

Mit Gewissheit lässt sich der Siegeszug der 3D-Drucker selbstverständlich nicht vorhersagen.

Aber die Technologie bringt zumindest gute Voraussetzungen mit, die industriellen Produktionsverfahren sowie die Medizin komplett umzukrempeln. Das macht die Branche für spekulative Anleger so interessant.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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