50 Jahre Bundesliga: Das Millionenspektakel hat Jubiläum

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Heute ist Fußball weit mehr als nur ein Sport. Das zeigt sich auch an Borussia Dortmund – der einzigen deutschen Fußballaktie. (Foto: CosminIftode / Shutterstock.com)

Morgen geht es los.

Dann startet die Fußball-Bundesliga in ihre 50. Saison.

Das ist ein ganz besonderes Jubiläum. Und mit Borussia Dortmund ist nicht nur der amtierende Deutsche Fußballmeister sondern auch der einzige börsennotierte deutsche Fußballverein zum Auftakt mit dabei.

Gegner im heimischen Stadion ist Werder Bremen, die mit dem spektakulären Ausscheiden im DFB-Pokal schon einen Fehlstart in die neue Saison erlebt haben. Insofern lohnt es sich so kurz vor Beginn der Saison auch einmal auf die wirtschaftlichen Aspekte der Liga zu schauen.

Auf den deutschen Markt bezogen bietet eben Borussia Dortmund die einzige Möglichkeit direkt auf eine Fußballaktie zu setzen. Und wer vor zwei Jahren Aktien gekauft hat, kann sich aktuell über ein Plus von knapp 110% freuen. Doch das aktuelle Kursniveau von rund 2,50 Euro ist doch weit von alten Höchstständen entfernt.

Nur zur Einordnung: Zum Börsenstart im Jahr 2000 kostete die Borussia Dortmund Aktie kurzzeitig sogar über 10 Euro. Das waren noch die Zeiten des schwarz-gelben Größenwahns mit dem Manager Michael Meyer und Präsident Gerd Niebaum. Damals wurde das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Doch dann blieb nicht nur der sportliche Erfolg aus.

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Finanziell schrammte der BVB nur ganz knapp an einer Insolvenz vorbei. Im Tief sank dann die Aktie Mitte 2009 auf nur noch 0,84 Euro. Diese Zeiten sind jetzt überwunden.

Zwei Meistertitel und 110% Kursgewinn in zwei Jahren für den BVB

Und mit der aktuellen Führungsriege unter Präsident Reinhard Rauball und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist Dortmund wieder zu alter Stärke zurückgekehrt. Nach dem zweiten Meistertitel in Folge ist in diesem Jahr ganz klar ein längerer Verbleib in der Champions League das Ziel.

Das bedeutet nicht nur sportliche Anerkennung, sondern vor allem auch einen warmen Geldregen für die Vereinskasse. Und den kann der BVB immer noch gebrauchen, obwohl der Verein mit einem Zuschauerdurchschnitt von etwas über 80.000 der erfolgreichste Klub Europas ist und so namhafte Konkurrenz wie Manchester United oder den FC Barcelona hinter sich lässt.

Die Frage ist nur: Gelingt dem BVB der dritte Meistertitel in Serie? Da werden die verstärkten Bayern aus München auf jeden Fall etwas dagegen haben. Doch das hatten sie auch in der vergangenen Saison. Die endete mit der Niederlage im Champions League Endspiel in der heimischen Allianz-Arena schon dramatisch für die Mannschaft von Jupp Heynckes.

Daher ist die Kampfansage klar: Bayern möchte mit einigen neuen Spielern und erfahrenen Kräften in diesem Jahr auf jeden Fall Deutscher Meister werden. An die Börse wollen die Bayern aber auf keinen Fall. Da hat ihnen das Beispiel BVB gezeigt, dass es kein guter Weg ist, um an neues Kapital zu kommen.

International wählen immer mal wieder Vereine den Weg an die Börse. Zuletzt hat das noch Manchester United getan. Doch diese Aktie ist erst einige Wochen an der Börse. Die werde ich Ihnen in nächster Zeit noch einmal mit Chancen und Risiken in einer eigenen Ausgabe vorstellen.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.