Abgebrochener Schlüssel: So sollten Vermieter vorgehen

Immer wieder sorgen abgebrochene Schlüssel für Ärger. Doch Sie als Vermieter können sich mit einem einfachen Trick gegen die Kosten wehren. (Foto: Andrey Popov / shutterstock.com)

Immer wieder sorgen abgebrochene Schlüssel für Ärger. Als Vermieter können Sie davon sicherlich ein Liedchen singen, zumal Sie dafür blechen müssen.

Daran ändert auch ein Urteil des Amtsgerichts Halle, Saale leider nichts.

Doch Sie können sich gegen diese Kosten wehren, indem Sie sie durch eine Aufnahme in den Mietvertrag auf den Mieter abwälzen:

Abgebrochener Schlüssel: Gericht sieht Verantwortung beim Vermieter…

Für das Amtsgericht Halle, Saale scheint die Sachlage klar: In der Regel sei bei abgebrochenen Schlüsseln das Material ermüdet, sodass Schäden in der Regel nicht auf eine mangelnde Sorgfaltspflicht des Mieters zurückzuführen sind.

Dem Mieter muss deshalb die Schuld nachgewiesen werden, damit Sie als Vermieter nicht auf Ihren Kosten sitzen bleiben.

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Amtsgericht Haale, Saale, Aktenzeichen 93 C 4044/08

…doch die können Sie auf Ihre Mieter abwälzen

Wenn Sie sich als Vermieter gegen Kosten durch abgebrochene Schlüssel absichern wollen, dann müssen Sie dies explizit in den Mietvertrag aufnehmen.

Falls im Mietvertrag lediglich vereinbart wird, dass Bagatellreparaturen übernommen werden, ist dies nicht ausreichend:

Darunter fallen zwar Gebrauchsgegenstände wie die Griffe von Fenstern und Türen, nicht aber Schlüssel.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.