Deutsche Beteiligungs AG: Ein Dividenden-König

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Eigenkapital-Forum 2013 begonnen: Mit der Aktie der Deutschen Beteiligungs AG setzen Sie auf den Sachwerte-Trend. (Foto: Gitanna)

An der Börse gibt es zahlreiche Beteiligungsgesellschaften. Viele Investoren versuchen, die verborgenen Perlen zu finden, billig zu kaufen und dann wieder teuer zu verkaufen. Aber nur wenige gute Beteiligungsgesellschaften wie Gesco oder Indus sind auch dauerhaft mit diesem Geschäftsmodell erfolgreich.

Zu den sehr soliden Beteiligungsgesellschaften gehört auch die in der Öffentlichkeit wenig bekannte Deutsche Beteiligungs AG (DBAG). Das ist erstaunlich, da das Unternehmen bereits seit 1965 erfolgreich auf Perlen-Suche geht und das DBAG-Team zusammen rund 200 Jahre Branchenerfahrung in die Waagschale werfen kann.

Die DBAG: Eine Private-Equity-Gesellschaft

Es gibt jedoch einen Unterschied zu den oben genannten börsennotierten Beteiligungsgesellschaften: Gesco und Indus kaufen mittelständische Unternehmen und wollen diese möglichst lange halten. Die DBAG kauft und verkauft dagegen regelmäßig. Daher passt hier die Bezeichnung Private-Equity-Gesellschaft besser.

Die „Heuschrecken-Debatte“ hat dazu geführt, dass Private-Equity-Gesellschaften in der deutschen Öffentlichkeit einen schlechten Ruf haben. Der Vorwurf: Die Private-Equity-Gesellschaften saugen gesunde Unternehmen finanziell aus.

Natürlich gibt es einige Private-Equity-Deals, die so gelaufen sind. Aber viel höher sind die Gewinnmargen, wenn das gekaufte Unternehmen dank der Finanzspritze und der Management-Hilfe Umsatz und Gewinn stark steigert und dann kerngesund möglichst teuer verkauft werden kann (oder an die Börse geht).

Positiv betrachtet: Seit der Gründung im Jahr 1965 hat die Deutsche Beteiligungs AG rund 300 Unternehmen frisches Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Später konnte die DBAG die meisten Unternehmen mit Gewinn verkaufen. Beide Seiten haben also profitiert.

Das Geschäftsmodell der DBAG

Die DBAG setzt auf zwei Standbeine: Zum einen kauft sie Mehrheitsbeteiligungen (auch Management-Buy-out oder kurz MBO genannt). Zum anderen gibt sie sich mit einer Minderheits-Beteiligung zufrieden, wenn ein Wachstumsschub finanziert werden kann und dadurch der Wert der Beteiligung steigt.

Auf der Wunschliste der DBAG stehen deutsche, mittelständische Unternehmen, die in ihrer kleinen Nische jeweils zu den Marktführern gehören. Einen klaren Branchen-Fokus gibt es nicht, aber fast alle Beteiligungen stammen aus der „Old Economy“. Biotech, Internet und andere New-Economy-Branchen fehlen im Portfolio. Dafür gibt es spezialisierte Beteiligungsgesellschaften.

In den vergangenen Monaten hat die DBAG gleich 7 neue Beteiligungen gekauft. Das Beteiligungs-Portfolio ist also sehr jung. Daher lautet der Arbeitsschwerpunkt: Zunächst sollen die Beteiligungen wachsen und dann in einigen Jahren verkauft werden.

Sehr gute Langfrist-Bilanz

Der Kauf und Verkauf von Unternehmen wirft keine Erträge ab, die stetig fließen oder genau planbar sind. In guten Jahren sprudeln die Gewinne und viele Beteiligungen können versilbert werden. In schlechten Jahren gelingt kein einziger lukrativer Verkauf.

Daher bringt die Analyse einzelner Quartals- oder Jahreszahlen wenig. Entscheidend ist, wie sich eine Beteiligungsgesellschaft über 5 oder 10 Jahre schlägt. Und in diesem Langfristvergleich schneidet die DBAG sehr gut ab:

In der Zeitspanne 2004 bis 2013 konnte der deutsche Aktien-Leitindex DAX 30 um durchschnittlich 8,9% pro Jahr zulegen (Kursgewinne + Dividenden). Die DBAG konnte deutlich stärker, um durchschnittlich 15,9% zulegen (ebenfalls inklusive Dividende).

Pluspunkt: Die Dividenden-Politik der DBAG

Ein wichtiger Pluspunkt ist die großzügige Dividenden-Politik. Die DBAG hat es in den vergangenen Jahren geschafft, trotz des schwankungsstarken Geschäftsmodells die beiden Dividenden-Wünsche der Anleger zu erfüllen (planbare Ausschüttung und hohe Ausschüttung).

Der Trick: Die DBAG zahlt eine seit 5 Jahren konstante Basis-Dividende (0,40 Euro pro Aktie) und eine erfolgsabhängige Bonus-Dividende, die in den vergangenen Jahren zwischen 0,40 und 1,00 Euro pro Aktie pendelte.

Dank dieser Aufteilung ist eine Basis-Rendite von 2 bis 3% abgesichert und in guten Ausschüttungs-Jahren springt die Dividenden-Rendite sogar auf über 10%. Über einen Zeitraum von 10 Jahren gehört die DBAG-Aktie zu den dividendenstärksten Aktien in Deutschland. Eine Investition kann sich also lohnen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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