Aktienmärkte im Höhenrausch – So investieren Sie mit Risikopuffer

Wird Ihnen angesichts immer neuer Höchststände von DAX & Co langsam schwindelig? Auch im Fall von Höhenangst brauchen (und sollten) […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wird Ihnen angesichts immer neuer Höchststände von DAX & Co langsam schwindelig?

Auch im Fall von Höhenangst brauchen (und sollten) Sie nicht auf ein Investment in den Aktienmarkt zu verzichten.

Investieren Sie stattdessen doch einfach mit Risikopuffer! So partizipieren Sie immerhin z. T. an weiter steigenden Kursen und sind dabei nach unten relativ gut abgesichert.

Teilschutz-Zertifikate bieten Ihnen höhere Sicherheit

Die Gelegenheit dazu bieten Ihnen Teilschutz-Zertifikate, also Zertifikate mit eingebautem Risikopuffer.

Meine beiden Favoriten unter den Teilschutz-Zertifikaten sind Discount- und Bonus-Zertifikate.

Dank des eingebauten Risikopuffers haben Sie selbst dann eine gute Chance auf Gewinne, wenn es an den Börsen leicht abwärts gehen sollte.

Discount-Zertifikate: Mehr Sicherheit mit Rabatt

Mit einem Discount-Zertifikat kaufen Sie den Basiswert (eine Aktie oder ein Index) mit Rabatt. Anstatt für eine Aktie beispielsweise 100 € zu zahlen, erhalten Sie das Discount-Zertifikat auf diese Aktie für 90 €.

Diesen Vorteil gibt es selbstverständlich nicht kostenlos: Im Gegenzug müssen Sie eine Gewinn-Obergrenze (Cap) hinnehmen.

Außerdem kassiert der Emittent (die Bank, die das Zertifikat heraus gibt) eine eventuelle Dividenden-Ausschüttung.

Für vorsichtige Anleger sind Discount-Zertifikate daher eine überlegenswerte Alternative zum Direkt-Investment in den Aktienmarkt.

Mit ihnen schneiden Sie nur bei stark steigenden Kursen schlechter ab als mit der Direkt-Investition in den Basiswert, bei moderaten Kurssteigerungen etwa gleich gut.

In allen anderen Fällen sind Sie als Zertifikate-Inhaber in aller Regel besser dran.

Bonus-Zertifikate: Dank Bonus-Zahlung attraktiv

Ähnliche Vorzüge bieten Ihnen Bonus-Zertifikate:

Mit diesen erzielen Sie einen Gewinn bei einer seitwärts gerichteten oder leicht fallenden Entwicklung des Basiswerts und sind darüber hinaus unbegrenzt an allen Kursgewinnen beteiligt.

Wie mit Discount-Zertifikaten schneiden Sie damit in vielen möglichen Szenarien besser ab als mit einem Direkt-Investment in den Basiswert.

Nur bei stark steigenden oder stark fallenden Kursen stellen Sie sich mit einem Bonus-Zertifikat schlechter, da Ihnen in beiden Fällen die Dividende entgeht, während Sie denselben Kursgewinn/-verlust wie beim Basiswert haben.

Zur genauen Funktionsweise:

Bonus-Zertifikate gewähren Ihnen zum Laufzeitende eine festgelegte Bonus-Zahlung, wenn der Kurs des Basiswerts während der gesamten Laufzeit niemals einen festgelegten Kurswert (Barriere) berührt oder unterschreitet.

Allgemein gilt:

Je größer der Abstand zur Barriere (von einigen Anbietern auch als Schwelle, Bonus-Schwelle oder Sicherheits-Level bezeichnet), desto niedriger ist das Bonus-Niveau (auch als Bonus-Betrag oder Bonus-Level bezeichnet).

Discount-Zertifikate bieten Ihnen etwas mehr Sicherheit, Bonus-Zertifikate die höheren Chancen

Für sicherheitsorientierte Anleger besitzen die Discounter den Vorteil, dass Sie hier den Rabatt (und damit den Risikopuffer) in jedem Fall erhalten.

Bei Bonus-Zertifikaten ist die Bonus-Zahlung dagegen nicht sicher, auch wenn der Risikopuffer (Abstand zur Barriere) anfangs noch so groß erscheint.

Wenn es Ihnen hingegen (auch) auf hohe Renditen ankommt, dann sind Bonus-Zertifikate i. d. R. die bessere Wahl, da hier keine Gewinn-Obergrenze existiert.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt