Aktuell niedrige Bitcoin-Bewertungen für günstige Long Trades nutzen

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Noch im vergangenen Jahr erhielt man für einen Bitcoin fast 20.000 US-Dollar – überall war vom neuen digitalen (Geld-)Zeitalter zu […] (Foto: 3Dsculptor / Shutterstock.com)

Noch im vergangenen Jahr erhielt man für einen Bitcoin fast 20.000 US-Dollar – überall war vom neuen digitalen (Geld-)Zeitalter zu lesen und es wurden baldige Kurssteigerungen auf bis zu 100.000 US-Dollar vorhergesagt.

Wenn man sich die aktuellen Nachrichten ansieht, wird man feststellen, dass nahezu ausschließlich negativ über Kryptowährungen wie Bitcoin berichtet wird. Wie verhielt es sich mit ähnlichen Entwicklungen in der Vergangenheit? Und sollten Trader tatsächlich die Finger von der Digitalwährung lassen oder kann sich ein Investment lohnen?

Derzeitige Berichte erinnern an Finanzkrise 2008

Bei genauerer Betrachtung ist zu sehen, dass sich Nachrichten – und allgemein die öffentliche Meinung – häufig „prozyklisch“ verhalten: Wenn die Kurse hoch sind, wird dazu geraten, weiterhin zu kaufen. Demgegenüber wird empfohlen, bei fallenden Märkten zu verkaufen.

Wie falsch diese Herangehensweise ist, hat sich etwa während der Finanzkrise im Jahr 2008 gezeigt: Damals ist der amerikanische Dow-Jones-Index auf unter 7.000 Punkte gefallen. Auch zu dieser Zeit wurde in den Medien nur noch negativ über die Aktienmärkte berichtet. Insgesamt ähnelt die Berichterstattung von damals stark den Meldungen, die man im Moment über den Bitcoin lesen kann.

Anstatt weiter zu fallen, ist der Dow-Jones-Index aber im Laufe der letzten Jahre massiv gestiegen und hat im vergangenen Jahr sogar fast 27.000 Punkte erreicht. Wer in der Finanzkrise Long gegangen ist, konnte bis zum heutigen Tag sehr viel Geld verdienen. Die Frage lautet aber: „Wie weiß man, dass ein Markt wirklich seinen Tiefpunkt erreicht hat?“ Denn auch der Dow-Jones-Index hätte zum Beispiel durchaus noch weiter auf 6.000 Punkte fallen können.

Bedeutung der Charttechnik – Entwicklungen analysieren und Trends erkennen

An diesem Punkt kommt die Charttechnik ins Spiel: Wenn man den Chart analysiert, wird man feststellen, dass ein Aufwärtstrend immer aus zwei Bestandteilen besteht: der Bewegungsphase und der sich daran anschließenden Korrekturphase. Trading-Neulinge neigen allzu oft dazu – auch unterstützt von News und der öffentlichen Meinung –, in schon weit fortgeschrittenen Bewegungsphasen zu kaufen.

Um auf unser Bitcoin-Beispiel zurückzukommen, wäre es daher so, als hätte man sich beim Kurs von 20.000 US Dollar dazu entschlossen, jetzt noch Long zu gehen. Die erfahrenen Trader kaufen aber an diesen Hochpunkten gerade nicht. Sie sind vielmehr geduldig und warten die Korrekturphase ab. Denn sobald der Kurs weit genug gefallen ist, wird man viel günstigere Einstiege für profitable Trades erhalten.

So befindet sich der Bitcoin aktuell weiterhin in einem Aufwärtstrend. Allerdings hat die virtuelle Währung bereits eine starke Korrektur hinter sich. Für einen Trader, der antizyklisch denkt, ergeben sich im Moment sehr gute Gelegenheiten für Long Trades. Wo man genau einsteigen sollte, ergibt sich wiederum aus der Charttechnik. Denn es sind sehr viele Tools verfügbar, die Trader dabei unterstützen können, den Chart besser zu analysieren.

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Auf diese Weise ist es möglich, jeden Tag profitable Trading-Chancen zu entdecken. Wer mit dem Bitcoin handeln möchte, könnte in Erwägung ziehen, auf Bitcoin-CFD zurückgreifen. Denn auf diese Weise kann man mit der Kryptowährung bei CFD-Brokern wie nextmarkets genau so traden, wie man es zum Beispiel beim Handel mit dem DAX im Rahmen von CFD gewohnt ist.

Fundamentale Daten sprechen für digitale Währungen wie den Bitcoin

Die Charttechnik ist beim Trading aber wie üblich immer nur eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig oder sogar noch wichtiger sind erfahrungsgemäß die fundamentalen Daten. Denn diese entscheiden schlussendlich darüber, ob ein Konzept oder eine Geschäftsidee langfristig Erfolg haben kann, was sich auch in entsprechenden Kurssteigerungen widerspiegeln wird. Was sind daher die Wettbewerbsvorteile von digitalen Währungen wie dem Bitcoin?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, bietet es sich an, die Blockchain-Technologie, auf der auch der Bitcoin basiert, genauer zu betrachten. So kann man sich die Blockchain wie eine riesige Datenbank vorstellen, in der die Informationen in einzelnen, miteinander verbundenen Blöcken abgespeichert werden. Die Besonderheit besteht nunmehr darin, dass die Informationen nachträglich nicht mehr verändert werden können.

Daher eignet sich die Blockchain auch sehr gut als Grundlage für digitale Währungen. Allerdings gibt es noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten. Da es sich bei ihr im Prinzip um eine Datenbank handelt, kann diese beispielsweise auch von Filmproduzenten oder Herstellern von Videospielen genutzt werden, um Inhalte urheberrechtlich zu schützen und zu verbreiten. Allein dieser Markt ist milliardenschwer – und dieses Beispiel macht deutlich, welch großes Potenzial in digitalen Währungen wie dem Bitcoin steckt.

Zudem führt die begrenzte Menge an Bitcoins dazu, dass es nicht zu einer Entwertung des Geldes kommen kann. Bei „konventionellem“ Geld hingegen ist momentan eine gegenteilige Entwicklung zu beobachten. Um die Wirtschaft bzw. die einzelnen Länder zu unterstützen, drucken die Notenbanken Geld, was zu Inflation und damit Geldentwertung führen wird. Aufgrund der genannten Vorteile von digitalen Währungen wie dem Bitcoin ist daher auch aus fundamentaler Sicht künftig mit Kurssteigerungen zu rechnen.

Twitter-Chef vertraut auch weiterhin auf den Bitcoin

Auch Twitter-Chef Jack Dorsey hat erst kürzlich wieder betont, dass er den Bitcoin nach wie vor für die Zukunft des Geldes hält. Dazu passt auch, dass es mittlerweile sogar auf der Blockchain basierende Kryptowährungen gibt, die auf Basis von Crypto Coins Kredite vergeben. Es ist daher schon jetzt absehbar, dass immer mehr Funktionen und Dienstleistungen, die heutzutage noch durch Banken erbracht werden, in Zukunft mithilfe von Kryptowährungen realisiert werden können.

Diese bieten den Vorteil, dass sie günstig, sicher und schnell funktionieren. Auch ist es denkbar, dass auf der Blockchain basierende Aktien in der Zukunft zum Beispiel selbst Dividenden ausschütten und Stimmrechte ausüben können. In diesem Fall wird man für diese Aufgaben dann keinen Broker mehr benötigen. Bis es aber so weit ist, ist es nach wie vor sinnvoll, Kryptowährungen als CFD bei einem Broker zu traden.

Beim Trading nicht von Emotionen leiten lassen

Auch wenn die aktuellen Berichterstattungen im Gegensatz zum vergangenen Jahr überwiegend negativ sind, gilt es, Ruhe zu bewahren und sich nicht von den Medien verrückt machen zu lassen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es durchaus auch wieder bergauf gehen kann. Natürlich sollten Trader immer auf dem aktuellen Stand bleiben und Nachrichten verfolgen, dabei jedoch stets ihre eigenen Analysen anstellen. Denn nicht selten ergeben sich die profitabelsten Trading-Gelegenheiten gerade dann, wenn die „Mehrheit“ Angst hat und sich von Emotionen leiten lässt, also lieber auf das Bauchgefühl vertraut, statt den Chart mithilfe einer guten Daytrading-Software zu analysieren. Sollte der Bitcoin in Zukunft tatsächlich die Marke von 100.000 US-Dollar erreichen, dürften sich viele Trader darüber ärgern, nicht bei den aktuell niedrigen Bewertungen eingestiegen zu sein.


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Von: janakerz.