Anhaltende Ukraine-Krise: So wird Ihr Geld verschleudert

Die Ukraine ist am Ende – nur keiner wagt es, dies laut auszusprechen. Dafür riskiert der Westen Kopf und Kragen […] (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Ukraine ist am Ende – nur keiner wagt es, dies laut auszusprechen. Dafür riskiert der Westen Kopf und Kragen mit seinem Engagement.

Machtkampf in der Ukraine

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, dass ein Machtkampf im Land entbrannt ist; und zwar zwischen dem Präsidenten-Oligarchen Petro Poroschenko und dem Milliardär Igor Kolomoiskij.

Dieser führte einst das größte Finanzinstitut der Ukraine, die PrivatBank. Sie besitzt etwa 20 Mio. Kunden und verwaltet rund 1/3 aller Spareinlagen des ganzen Landes.

Faule Insider-Geschäfte

Doch die Bank geriet durch faule Insider-Kredite in eine Schieflage:

Ausgerechnet an jene Firmen sollen hohe Kredite vergeben worden sein, die auch von Kolomoiskij kontrolliert werden.

Dabei ist wohl eine Rückzahlung nicht vorgesehen gewesen.

Nach Bekanntwerden dieser Vorwürfe brachen im November 2016 die Aktienkurse der PrivatBank um über 50% ein; ein Finanzloch von über 5,5 Mrd. Dollar tat sich auf.

Rettung in letzter Minute

Um einen Kollaps des Geldinstituts zu verhindern und damit auch den Zusammenbruch des gesamten Finanz-Systems, wurde die PrivatBank verstaatlicht – zu einem Preis von über 4,5 Mrd. US-Dollar.

Kolomoiskij hingegen sprach nicht von einer Rettung, sondern von einer feindlichen Übernahme. Davon wollen Poroschenko & Co. jedoch nichts wissen.

Die Verstaatlichung und ihre politischen Auswirkungen

Finanzminister Oleksandr Danyluk erklärte vielmehr, dass alle „internationalen Partner, einschließlich des IWF, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und der Regierung der USA“ diesen Vorstoß unterstützen würden.

Die Entscheidung der ukrainischen Regierung trage dazu bei, „die Ersparnisse von fast 20 Mio. PrivatBank-Kunden zu sichern“.

Über was weder Poroschenko noch Danyluk ihre Wähler aufklärten: In der Tat zeigte sich schnell, dass die Verstaatlichung der PrivatBank massive politische Auswirkungen hat.

Instabilität der Ukraine

Insider erklären inzwischen, dass der präzedenzlose Bailout der PrivatBank die Instabilität in der Ukraine anfachen könnte.

Die Opposition drängt auf Neuwahlen, um die pro-westliche Regierung unter Präsident Petro Poroschenko zu entmachten.

Diese sitzt seit den Maidan-Protesten 2014 mehr oder weniger fest im Sattel, wird aber von der EU und der USA hofiert, um die Russen zu düpieren.

Der größte Raubüberfall auf den Staatshaushalt der Ukraine

So schürten die Oppositions-Iarteien im PrivatBank-Skandal den Zorn der Sparer – und damit der Wähler, die von den erfolgten Banken-Schließungen betroffen waren.

Ein Oppositions-Politiker sprach sogar vom größten Raubüberfall auf den Staatshaushalt der Ukraine im Jahrtausend.

Weitverbreitete Korruption

Was die Poroschenko-Regierung ebenfalls verschweigt: Die Ukraine ist nicht nur wirtschaftlich schwer angeschlagen, sondern hat auch unglaubliche Korruptions-Probleme.

Diese sind auch nicht unter der pro-westlichen Regierung verschwunden – ganz im Gegenteil:

Ausländische Gelder im Feuer

Die Ukraine hängt am Finanztropf des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU – und zwar in Form von Krediten.

Zuletzt hatte Kiew im September 2016 rund 960 Mio. € aus einem 4-jährigen IWF-Kredit-Programm von 16,7 Mrd. € erhalten.

Die EU hat seit 2014 Kiew Kredite im Gesamtvolumen von 3,4 Mrd. € aufgelegt. Als Darlehen bereitgestellt wurden bisher 2,2 Mrd. €.

Dafür verlangen die EU und der IWF jedoch politische Stabilität und Reformen.

Dazu gehört auch eine grundlegende Sanierung des angeschlagenen Banken-Sektors.

Doch es kommt alles noch viel schlimmer …


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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