Anleihe oder Genussschein – Ein Vergleich

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Anleihen und Genussscheine mögen sich zwar beide gut für ein Basisdepot eignen, sind im Detail aber verschiedenen. Hier finden Sie die Details. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Sicher ist besser: Anleihe und Genussschein eignen sich besonders gut für ein Basisdepot. Kein Wunder, schließlich gelten beide als sichere Geldanlage.

Damit erzielen Sie zwischen sechs und acht Prozent sichere Rendite. Doch obwohl beide als Basisinvestments beliebt sind, gibt es Unterschiede zwischen Anleihe und Genussschein.

Mehr dazu: Unternehmensanleihen als sichere Geldanlage

Unternehmensanleihen: Sichere Verzinsung, geringe Kursschwankungen

Unternehmensanleihen sind Inhaberschuldverschreibungen – entweder mit fester, oder mit variabler Verzinsung. In vielen Fällen ist die Laufzeit vorgegeben.

Die klassischen Anleihen haben eine feste Verzinsung über die gesamte Laufzeit (z.B. 5,5%). Der Zinssatz bezieht sich dabei immer auf den Nominalwert der Anleihe (z.B. 1.000 EUR).

Die Kurse schwanken bei Anleihen kaum. Der Grund: Die festen Zinsen. Deshalb eignen sich Anleihen besonders gut für das Basisdepot.

Merke: Ziel ist es, nicht auf Kurssteigerungen zu setzen, sondern auf eine jährliche, feste Zinsausschüttung.

Die Zinsen werden über das Jahr hinweg gesammelt – sogenannte Stückzinsen. Wenn Sie eine Anleihe kaufen, zahlen Sie diese anteilig seit der letzten Zinsausschüttung an den Verkäufer.

Umgekehrt bei einem Verkauf der Anleihe: Dann erhalten Sie die vom letzten Zinstermin bis zum Verkaufstag aufgelaufenen Stückzinsen.

Mehr dazu: Genussscheine: Risiko mäßig, Verzinsung gut

Genussschein: Auszahlung, Zinsen, Bonität

Ein Genussschein ist ein Investment zwischen Aktie und Anleihe. Mit Genussscheinen sind schuld- und eigentumsrechtliche Ansprüche verbrieft.

In den meisten Fällen bestehen Ansprüche an den Gewinn eines Unternehmens. Daher werden Zinsen oft nur ausgeschüttet, wenn das Unternehmen Gewinn macht.

Die Zinsen bei Genussscheinen werden in den Genussscheinkurs eingepreist. Nach Ausschüttung fällt deshalb der Kurs in etwa um die Ausschüttung – ähnlich wie bei Dividendenzahlungen bei Aktien.

Anschließend sammeln sich die Zinsen im Kurs wieder bis zum nächsten Ausschüttungstermin. Der Kurs steigt wieder.

Anders als bei Anleihen ist der Kurs von Genussscheinen auch abhängig von der wirtschaftlichen Situation des Schuldners.

Macht das Unternehmen Gewinne – steigt der Kurs. So können Sie mit Genussscheinen doppelt verdienen: Kursgewinne plus jährliche Zinsausschüttungen.

Dabei sollten Sie auf die Bonität des Schuldners achten. Denn: Meldet der Schuldner Insolvenz an, werden Genussschein-Besitzer nachrangig bedient.

Unser Tipp: Kaufen Sie nur Anleihen und Genussscheine, die an der Börse handelbar sind. Die sind liquider und können jederzeit an- und wieder verkauft werden.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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