Apple-Aktie: Durch Innovationen weiterhin interessant für Anleger

Die Apple-Aktie ist wohl noch nicht ausgereizt. Der Konzern arbeitet an völlig neuen Displays und dürfte mittelfristig den Markt aufmischen. (Foto: Lester Balajadia / shutterstock.com)

Allen Unkenrufen zum Trotz: Apple, das wertvollste Unternehmen der Welt, springt von einem Rekord zum nächsten. Hatte sich bis Ende 2017 der Börsenwert innerhalb nur eines Jahres um über ein Viertel auf fast 876 Mrd. US-$ erhöht, so steht die Apple-Aktie nach einer kurzen Korrektur vor dem nächsten Aufwärtstrend.

Gewinne wie kein anderes Unternehmen

Das Kultunternehmen schafft es, mit seinem riskanten Kurs kalkuliert auf der Erfolgsspur zu bleiben. Offensichtlich wurde selbst mit dem stolzen Einstiegspreis von 1.149 € für das iPhone X der Bogen nicht überspannt. Wie das letzte Weihnachtsgeschäft gezeigt hat, konnten damit trotz weniger verkaufter iPhones die Erlöse um 12,7 % gesteigert werden.

Nicht nur beim iPhone, das 70 % des gesamten Konzernumsatzes ausmacht, ging es voran. Auch in den Bereichen Apple-TV, Kopfhörer und besonders mit der Apple Watch wurde mehr verdient. Im höchsten Quartalsumsatz der Geschichte mit 88,3 Mrd. US-$ fiel das Minus von 5 % bei Mac-Rechnern kaum ins Gewicht.

Der Quartalsgewinn betrug 20,1 Mrd. US-$, mehr als bei jedem anderen Unternehmen. Er erhöhte die Barreserven des Konzerns nach Abzug aller Verbindlichkeiten auf rund 160 Mrd. US-$. Dank der US-Steuerreform sollen Aktionäre ihren Teil in Form von Dividenden abbekommen.

Buffett setzt auf Apple-Aktie

Das erste Quartal 2018 dürfte wohl leicht unter den Prognosen vieler Analysten abschließen, was der Apple-Aktie zunächst einen Dämpfer verpasste. Einer, der sich davon nicht beirren ließ, ist Starinvestor Warren Buffett. Er nutzte die Gelegenheit und stockte seinen Bestand an Apple-Aktien auf. Dies ist als Signal zu verstehen, als Value Investor setzt er auf mittel- bis langfristige Perspektiven.

Immerhin bereitet Apple das nächste Highlight vor: ein iPhone, das sich zu einem Tablet aufklappen lässt. Informationen zufolge, die über indirekte Kanäle an die Öffentlichkeit gelangen, soll ein erstes faltbares Smartphone 2020 auf den Markt kommen. Nachdem erste Spekulationen bereits 2016 aufgekommen waren, wurde nun das Vorliegen eines weiteren Patents von Apple auf ein Gerät mit einem faltbaren Display bekannt.

Hinter den Kulissen arbeitet Apple angeblich mit LG, Google und Microsoft an entsprechenden neuen OLED-Displays. Das Patent an der OLED Technologie wird gemeinsam von LG und Samsung gehalten, was die Kooperation mit LG erklären könnte. Samsung wiederum testet selbst seit Längerem an flexiblen OLED-Bildschirmen und will bereits im kommenden Jahr ein faltbares Galaxy Smartphone präsentieren.

Neue Technologie in der Pipeline

Zwischen den beiden Rivalen Apple und Samsung wird es wohl wieder zum Wettlauf kommen. Diesmal jedoch mit veränderten Vorzeichen: Jüngsten Meldungen zufolge soll Apple an einer komplett eigenen Entwicklung von Micro-LED Anzeigen arbeiten, mit deren Einsatz bis in drei, vier Jahren gerechnet wird. Sie sollen dünner, stromsparender und obendrein heller sein.

Damit würde sich Apple von seinen bisherigen Zulieferern wie LG und Samsung unabhängig machen und den Markt aufmischen. Das Projekt mit dem Codenamen T159 ist vermutlich auch Warren Buffet nicht entgangen. Vor dem Hintergrund scheint ein Kursanstieg der Apple-Aktie bis auf 180 US-$ und mehr nicht ausgeschlossen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15 macht das Papier umso attraktiver.

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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