Apple-Aktie – fundamental hervorragend aufgestellt

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Die Apple-Aktie steht für ein legendäres Unternehmen, das aus Krisen gestärkt hervorging und aus zahlreichen Anlegern Millionäre machte. (Foto: Lester Balajadia / shutterstock.com)

Wohl kaum ein Unternehmen steht derart für langfristigen und steten Wertzuwachs wie Apple. Die Technologie-Ikone verkörpert die Erfolgsgeschichte von der Garagenfirma genialer Visionäre zum wertvollsten Unternehmen der Welt. In Sachen Börsenwert wurde die Apple-Aktie nur kurzzeitig von Amazon überholt und hält sich noch vor Microsoft unverändert über der Marke von 1 Bio. US-Dollar.

Rein nach Zahlen musste die Apple-Aktie zwar ihren Spitzenplatz an Aramco abgeben, das von Saudi-Arabien im Dezember an die Börse gebracht wurde und kurz darauf auf fast 2 Bio. US-Dollar kam. Doch der Ölkonzern ist für Anleger schwer zu durchschauen, unterliegt Ölpreis-Schwankungen und hat außer seiner schieren Masse vergleichsweise wenig Potenzial. Apple indes bedient mit seinem Kultstatus wichtige Zukunftsmärkte. Kurszuwächse der Apple-Aktie könnten allenfalls etwas moderater ausfallen.

Aktiensplits trieben Wertzuwachs der Apple-Aktie

In der Vergangenheit ist der Kultkonzern immer wieder als Wegbereiter aus Schwächephasen hervorgegangen und hat alle Anleger überrascht, die etwa während der massiven hausgemachten Probleme in den 90er Jahren ausgestiegen waren. Spätestens seit Ende der Finanzkrise 2009 konnte die Aktie um rund 1000% zulegen, ihre Rekordnotierung lag Anfang Februar 2020 bei 325 US-Dollar.

Das aber ist noch bescheiden, vergleichen mit denen, die seit Apples Börsengang engagiert sind. Wer am 12. Dezember 1980 die Gunst der Stunde nutzte und dem sechs Jahre zuvor von Steve Wozniak und Steve Jobs gegründeten Unternehmen eine Chance gab, neuartige Rechner wie Lisa oder Macintosh zu finanzieren, wurde mehr als fürstlich belohnt.

Der damalige Ausgabekurs der 4,6 Mio. Apple-Aktien betrug 22 US-Dollar. Um die tatsächliche Kursentwicklung zu verstehen, sind die Aktiensplits in den Jahren 1987, 2000 und 2004 zu erwähnen, bei denen sich der Wert pro Papier im Verhältnis 2:1 jeweils halbierte. Beim letzten Aktiensplit im Juni 2014 wurden aus einer Apple-Aktie sieben. Splitbereinigt und rückgerechnet ergibt sich damit ein Einstiegskurs von 39 Cent. Verglichen mit dem Rekordstand im Februar 2020 eine Wertsteigerung um den Faktor 835.

Als Rendite dargestellt: Nach gut 39 Jahren stiegen 39 Cent um ganze 82.727%. Wer als Anleger der ersten Stunde 100 Apple-Aktien für 2.200 US-Dollar gekauft hatte, verfügte nach den vier Aktiensplits über 5.600 Aktien und konnte beim Stand von 325 US-Dollar 1.820.000 US-Dollar einstreichen. Und das ohne alle Dividendenzahlungen pro Quartal, die in den Anfangsjahren und nach langer Pause wieder ab 2012 gezahlt wurden, als der Cashbestand die Marke von 100 Mrd. US-Dollar erreichte.

Vom Hardware-Pionier zum diversifizierten High-Tech-Konzern

Die Umsätze kletterten bis 2019 auf fast 260 Mrd. US-Dollar, die Gewinne nach Steuern auf über 55 Mrd. US-Dollar. Bis zur Jahrtausendwende verdiente Apple hauptsächlich mit Macintosh Computern und anfangs wegweisender grafischer Benutzeroberfläche mit Mausbedienung. Danach erschienen im Trend zu kleineren, tragbaren Geräten iPods, iPads und iPhones, die als erste Smartphones den Handymarkt revolutionierten.

Mit zunehmender Konkurrenz wie Samsung, das gerade beim Umsatzbringer im Segment Smartphones Marktanteile abgrub, diversifizierte sich Apple und setzte vermehrt auf Onlinedienste. Dazu gehören App Store für Software, iTunes Store mit Musik-, Film- und Multimedia Inhalten, die Streamingdienste AppleMusic, AppleTV sowie AppleArcade mit Videospielen und iCloud, mit sich etwa dem Inhalte zwischen allen Geräten synchronisieren lassen.

Im Hardwaresektor sei noch die Alleskönner-Computer-Uhr iWatch erwähnt, und der mobile Bezahldienst ApplePay findet weltweit immer mehr Anhänger. Nebenbei wird noch mit autonomen Autos und Künstlicher Intelligenz (KI) experimentiert. Tim Cook, der nach dem 2011 nach dem Tod von Steve Jobs den Chefposten übernahm, will eben in Sachen Zukunftstechnologie nichts anbrennen lassen. Insgesamt ist Apple fundamental hervorragend aufgestellt und überzeugt mit neuen Produkten sowie einem starken Service-Geschäft.

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