Apple Park: Apples neuer Hauptsitz der Superlative

US-Gigant Apple setzt mit dem neuen Hauptsitz Apple Park seinem legendären Mitgründer Steve Jobs ein Denkmal. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Im April ist es soweit. Dann werden die ersten der mehr als 12.000 Apple-Mitarbeiter in das neue „Raumschiff“ umziehen, der gesamte Umzug dürfte ein halbes Jahr dauern.

Der neue Apple-Hauptsitz mit dem Namen Apple Park ist eine architektonische Meisterleistung, die allerdings nicht ganz billig war. Denn die Kosten für das neue Apple-Hauptquartier werden auf rund 5 Mrd. US-$ taxiert. Leisten kann sich Apple das Prestige-Projekt (siehe Bild unten) allemal, sitzt der iPhone-Erfinder auf Barreserven von 246 Mrd. US-$.

Apple Park Picture
© Apple

Apple Park

Apple benötigt nach starkem Wachstum mehr Platz

Apple ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen und avancierte vom reinen Computer-Hersteller zum Anbieter von moderner Unterhaltungselektronik mit stark wachsendem Servicegeschäft (Apple Pay, iCloud, Apple Music etc).

Entsprechend stark wuchsen nicht nur die Umsatz-, sondern auch die Mitarbeiterzahlen. Beschäftigte Apple im Jahr 2005 knapp 15.000 Mitarbeiter weltweit, stieg diese Zahl bis Ende 2016 auf inzwischen über 116.000 Beschäftigte. Mit der steigenden Mitarbeiterzahl stieg zuletzt auch der Platzbedarf – ein neuer Hauptsitz musste her.

Apple Park erstreckt sich über 700.000 Quadratmeter, 260.000 Quadratmeter Bürofläche

Der Apple Park, der sich über insgesamt 700.000 Quadratmeter erstreckt, ersetzt den Infinite Loop Campus, der dem Konzern seit 1993 als Apple-Hauptsitz in Cupertino diente.

Das „Raumschiff“ wurde vom Star-Architekten Norman Foster entworfen und entstand nach einer Idee des Apple-Mitgründers Steve Jobs, der an diesem Projekt gearbeitet hatte, bevor der Manager im Jahr 2011 verstarb. Zu Ehren des Apple-Mitgründers trägt das auf dem Apple Park untergebrachte Auditorium (1.000 Sitze) den Namen Steve Jobs Theater (siehe Bild unten).

Steve Jobs Theater
© Apple

Steve Jobs Theater

Der Apple Park kommt nahezu ohne Klima- und Heizanlage aus

Das vierstöckige Hauptgebäude, das von der Form her einem Raumschiff gleicht, umfasst eine Bürofläche von 260.000 Quadratmeter und soll später Platz für bis zu 13.000 Apple-Mitarbeiter bieten.

Die Fassade wird mit sechs Quadratkilometer gebogenen Glas abgedeckt. Das Glas für die neue Konzernzentrale stammt übrigens vom Glas-Spezialisten Seele nahe Augsburg.

Apple spricht von einem der energieeffizientesten Gebäude der Welt, denn der Campus wird vollständig durch erneuerbare Energien betrieben. Hierfür wurden auf dem Dach des Gebäudes Solarmodule mit einer Leistung von 17 Megawatt verbaut.

Zudem kommt der Apple Park nahezu ohne Klimaanlage und Heizung aus, stattdessen setzt Apple hier auf eine Naturzuglüftung. Ergänzt wird der Campus durch ein Besucherzentrum und einem Apple Store. Apple-Mitarbeiter können sich in dem gut 9.000 Quadratmeter großen Fitnessstudio austoben.

Google hält mit dem neuen Google Campus dagegen

Einen neuen Campus plant übrigens auch der Internetkonzern Google unter dem Dach von Alphabet. Der Suchmaschinengigant wird künftig zwar nicht in einem Raumschiff, dafür aber in einem übergroßen Zelt mit einer Glasdachkonstruktion residieren (siehe Bild unten). Unter dem Strich ist Googles neues Hauptgebäude in Mountain View aber deutlich kleiner (102.000 Quadratmeter) als der Apple-Hauptsitz.

Google Campus
© Google

Google Campus

Apple zieht mit dem Apple Park alle Register – zur Freude der Mitarbeiter

Die Konstruktionskosten für den Apple Park scheinen mit geschätzten 5 Mrd. US-$ recht hoch, jedoch wollte Apples visionärer Gründervater Steve Jobs mit dem neuen Apple-Hauptsitz eine inspirierende Umgebung für neue Innovationen und Generationen an Apple-Mitarbeitern schaffen.

Falls dem Apple Park neue bahnbrechende Produkte wie seinerzeit das iPhone entspringen, hat sich die Investition nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Anleger gelohnt.


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Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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