Axel C. Heitmann: Erfolg trotz schwieriger Vorzeichen

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Das Chemieunternehmen ist ein Global Player – dank des Vorstandsvorsitzenden Axel C. Heitmann. (Foto: 360b / Shutterstock.com)

Der Name Lanxess ist in Nordrhein-Westfalen wohl vor allem durch die Kölner Lanxess-Arena bekannt. Aber das Chemieunternehmen ist auch sonst ein Global Player – dank des Vorstandsvorsitzenden Axel C. Heitmann.

Die Voraussetzungen bei seinem Amtsantritt waren dabei nicht gerade rosig. Der große Leverkusener Chemiekonzern war Anfang des neuen Jahrtausends in Schwierigkeiten geraten, die den damaligen Vorstandschef Werner Wenning zu einer drastischen Maßnahme trieben.

Mehrere Problembereiche wurden ausgegliedert und unter dem neuen Konzernnamen Lanxess zusammengefasst.

Axel Heitmann: Erfahrung im Chemiesektor

Schnelles Handeln war gefragt, um den deutlich in Schieflage befindlichen neuen Konzern doch noch zu retten. Genau die richtige Aufgabe für Axel Heitmann, der bereits einige Erfahrung im Chemiesektor mitbrachte.

So war Heitmann nach einem Studium der Chemie in Hamburg und Southampton schon 1989 in die Bayer AG eingetreten. Nur zwei Jahre später wurde er zum Leiter des Kautschuk-Werkes im britischen Bromsgrove ernannt.

Nach weiteren Vorstandsposten im In- und Ausland übernahm er zum 16. September 2004 die schwierige Aufgabe bei Lanxess. Die Nachricht über seine mögliche Ernennung erreichte den gebürtigen Hamburger beim Urlaub in Tibet, wenig später fand er sich mit seiner Familie in deutlich weniger beschaulichen Leverkusen wieder.

Vierstufenplan zur Rettung von Lanxess

Denn die Arbeit musste schnell erledigt werden: Wenige Wochen später hatte er einen Vierstufenplan vorliegen, der die notwendigen Schritte zur Sanierung des Unternehmens zusammenfasste. Soweit so gut – erstaunlich war jedoch, wie schnell dieser Plan in die Tat umgesetzt wurde.

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Axel C. Heitmann – das C. steht dabei übrigens für Claus – setzt vom ersten Tag an auf einen zügigen Umbruch der Firma. Zahlreiche Geschäftsbereiche werden verkauft, die Bereiche des Kautschuks und Kunststoff werden durch die Verkaufserlöse gestärkt.

Gleichzeitig werden Fabriken modernisiert und die Produktion ganz auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Ungewöhnlich bei solch einer harten Sanierung: In den zwei Jahren nach der Gründung von Lanxess wurde kein einziger Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt.

Expansionen führen zu Finanzplus

Profitieren konnte Heitmann dabei von der hohen Nachfrage im Chemiesektor. Hierdurch konnte das Unternehmen weiter expandieren, vor allem in die Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika.

Auch die Finanzen wurden schnell deutlich stärker. Waren 2004 noch mehr als zwei Drittel der Geschäftsbereiche teils deutlich im Minus, schrieben zwei Jahre später schon knapp zwei Drittel schwarze Zahlen.

Inzwischen ist das Unternehmen weiter gewachsen und seit 2012 auch im Deutschen Aktienindex DAX vertreten – eine Auszeichnung, die vor allem Axel Heitmann gebührt.

Geehrt wurde er für sein Engagement jedoch schon viel früher. Die Leser der Zeitschriften Euro und Euro am Sonntag wählten ihn bereits 2006 zum Unternehmer des Jahres, 2009 erhielt er sogar den Econ-Award als Persönlichkeit des Jahres.

Ein Ende des Aufstiegs ist vorerst nicht in Sicht. Im vergangenen Jahr erzielte Lanxess einen Gewinn von einer halben Milliarde Euro – Zahlen, die dem Unternehmen vor knapp 9 Jahren niemand zugetraut hätte.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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