Bankgeheimnis: Darum ist es nicht länger sicher

Seit Ende Juni 2017 ist das neue „Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz“ in Kraft.

Darin ist festgelegt, dass die Finanzbehörden auf alle Konten jederzeit Zugriff haben und diese auch ohne jeden Verdacht oder Anlass überwachen dürfen.

Dazu können nicht nur der Kontostand, sondern auch alle Geldbewegungen kontrolliert werden.

Im Gegensatz zu früher, müssen die Finanzbehörden jetzt nicht mehr dem Steuerzahler die Gelegenheit geben, strittige Fragen aufzuklären, bevor sie das Konto überwachen.

Vielmehr ist jetzt die generelle Kontoüberwachung erlaubt und das Bankgeheimnis wird schlicht und einfach ausgehebelt.

Terrorbekämpfung als Vorwand zur Überwachung

Als Vorwand für dieses Gesetz dient wieder einmal der angebliche Kampf gegen den Terror und die Geldwäsche.

So wie ich es sehe, schafft sich der Staat mit diesen Maßnahmen die Möglichkeit, das Vermögen von jedem Einzelnen jederzeit genau zu überwachen.

Im nächsten Finanzcrash werden gewaltige Gelder zur Bekämpfung der Krise benötigt.

Da sind dann nicht nur die Kosten für das Auffangen sogenannter systemrelevanter Banken, die in Schieflage kommen, sondern auch die Lasten zur Rettung des Euros vom Steuerzahler zu tragen.

Anders als in der Finanzkrise von 2008 wird diesmal nicht mehr der Staat die Krise aus dem Steuersäckel bekämpfen, sondern das Vermögen der Bürger wird dazu direkt herangezogen.

Kontenüberwachung, um in einer Krise die privaten Konten zu belasten

Meiner Ansicht nach dient die ab sofort ohne Einschränkungen mögliche Kontenüberwachung nur dazu, hier schon im Vorfeld durch konkrete Vermögenserfassung die Voraussetzungen zu schaffen, um dann in einer Krise Gelder direkt von den Konten der Bürger abzubuchen.

Das sind keine Schauermärchen, sondern das wurde alles schon praktiziert.

Als Italien im Jahr 1992 – nachdem der Euro-Vorgänger ECU gescheitert war – aus dem Währungsverbund ausscheiden musste, zog die italienische Regierung über Nacht unangekündigt von allen Girokonten bei italienischen Banken 6 Promille des aktuellen Kontostands ein.

Deshalb ist es ratsam, Ihr Vermögen vor dem Zugriff des Staates zu schützen.

Das tun Sie, indem Sie einen Teil davon in Edelmetalle investieren, die Sie ausschließlich in physischer Form und anonym kaufen.

Das ist nach wie vor bis zu einem Betrag von unter 10.000 Euro in den Niederlassungen der großen Edelmetallhändler wie Degussa und pro aurum möglich.

Auch Ihre Fremdwährungen sollten Sie zu einem Drittel in bar halten und sich auch einen Bargeldvorrat in Euro anlegen, mit dem Sie mindestens zwei Monate lang Ihren derzeitigen Lebensstandard finanzieren können.

15. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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