Bargeld-Abschaffung: Indien soll auf biometrische Zahlungen umstellen

Bargeld-Einschränkungen bis hin zum Bargeld-Verbot sind weiterhin ein heiß diskutiertes Thema. An dieser Stelle habe ich es zuletzt schon häufiger […] (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Bargeld-Einschränkungen bis hin zum Bargeld-Verbot sind weiterhin ein heiß diskutiertes Thema. An dieser Stelle habe ich es zuletzt schon häufiger aufgegriffen.

Das hat einen guten Grund: In immer mehr Ländern laufen Bestrebungen, erste Bargeld-Beschränkungen einzuführen.

Manche Länder sind schon einen Schritt weitergegangen und haben diese ersten Beschränkungen bereits umgesetzt.

Bargeld-Abschaffung: Beispiel Indien

Indien ist hier auf jeden Fall als Beispiel zu nennen.

Dort hat es im November 2016 eine erste massive Einschränkung beim Bargeld gegeben, als bestimmte Scheine für ungültig erklärt wurden.

Jetzt wird aber immer klarer: Das war nur ein 1. Schritt in Indien. Es laufen weitere Maßnahmen an, um den Einsatz von Bargeld im Alltag weiter zu beschränken.

Wie inzwischen ein regierungsnahes Politik-Institut in Indien vorschlug, soll das im November 2016 über Nacht beschlossene weitgehende Bargeld-Verbot auf das gesamte Bargeld ausgedehnt werden.

Als Ersatz sollen biometrische Zahlungsmittel dienen. D. h., jede Zahlung soll durch einen Augen-Scan oder einen Fingerabdruck legitimiert werden.

Damit würde jeder Zahlungs-Pflichtige quasi zu seinem eigenen Geldautomaten werden. Dieses System soll nach Vorstellungen des Politik-Institutes bis 2020 eingeführt werden.

Die Leiterin der indischen Staatsbank, Arundhati Bhattacharya, erklärte, dass solch ein dramatischer Schritt möglich wäre, weil jetzt schon 1,1 der 1,3 Mrd. Inder biometrisch erfasst sind.

Weltweite Bargeld-Abschaffung wird immer stärker forciert

Für mich zeigt das Vorgehen in Indien, dass es bei der weltweit forcierten Bargeld-Abschaffung um viel mehr geht, als nur den vorgeschobenen Kampf gegen Korruption und Schwarzarbeit.

In Wirklichkeit strebt man an, dass einmal alle Bürger völlig vom Banken-System abhängig werden und damit ein Banken-Run bei einem Crash unmöglich wird.

Darüber hinaus wäre es auf diese Weise problemlos möglich, alle Bürger total zu überwachen und zu kontrollieren.

Aber auch ohne Bargeld-Verbote besteht durch krisenhafte Entwicklungen die Gefahr, dass Sie nicht mehr uneingeschränkt auf Ihre Bankguthaben zugreifen können.

Sichern Sie sich ab! – Das ist zu tun

Um sich gegen Banken-Schließungen und deren Folgen zu wappnen, empfehle ich Ihnen immer wieder Folgendes:

sich einen Bargeld-Vorrat zu halten, mit dem Sie mind. 2 Monate Ihres bisherigen Lebensstandards finanzieren können.

Um eine Bargeld-Einschränkung in einer Krise zu umgehen, empfehle ich Ihnen deshalb zusätzlich die großen Geldscheine zu meiden, also nur Banknoten mit einem Wert von max. 100 € zu verwenden.

Noch besser ist es, auf noch kleinere Banknoten und v. a. Münzen auszuweichen.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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