Bargeld-Einschränkung: Bundesbank fordert Ausweitung digitaler Bezahl-Systeme

Die Bargeld-Nutzung steht immer stärker im Visier von Banken und Politik. Das habe ich an dieser Stelle zuletzt immer wieder […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Bargeld-Nutzung steht immer stärker im Visier von Banken und Politik.

Das habe ich an dieser Stelle zuletzt immer wieder herausgestellt. Nun bin ich auf eine weitere mögliche Maßnahme gestoßen, die mich hat aufhorchen lassen.

Deutschland hängt bei digitalen Bezahl-Systemen hinterher – Das soll sich ändern

Nach Auffassung der Bundesbank müssten digitale Bezahl-System verstärkt ausgebaut werden, um im Vergleich zu anderen Ländern nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Mit diesen digitalen Bezahl-Systemen soll die bargeldlose Zahlung in Echtzeit beispielsweise mit einem Smartphone ermöglicht werden.

Nach Angaben der Währungs-Hüter ist Bargeld in Deutschland nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel.

Während in Dänemark bereits 90 Prozent der Smartphones eine BezahlApp haben, wurde beklagt, dass dies in Deutschland immer noch die Ausnahme ist.

Gefahren über Gefahren…

Doch ich sehe in diesen digitalen Bezahl-Systemen keinen großen Vorteil, sondern unabsehbare Gefahren für Sie als Nutzer.

Die 1. Gefahr ist, dass Sie mit solchen Bezahl-Systemen vollkommen vom Internet, von Computern und nicht zuletzt vom Banken-Apparat abhängig sind.

Wie Hacker-Angriffe in der Vergangenheit gezeigt haben, kann dieses System zudem auch in erheblichem Maß durch Terror-Angriffe und v. a. durch Cyber-Kriminalität gefährdet sein.

Der noch größere Nachteil ist, dass Sie damit zum „gläsernen Bürger“ werden. Es wird permanent gespeichert, was Sie wo zu welchem Preis gekauft haben.

Mit solchen Käuferdaten kann über Sie ein genaues Nutzerprofil erstellt werden und Sie wissen nicht, wie diese Daten in Zukunft gegen Sie verwendet werden.

Insbesondere ist Ihnen unbekannt, wem Sie diese brisanten Daten über sich geben. Und schon gar nicht wissen Sie, was diejenigen damit dann wirklich machen.

Ein weiterer Aspekt, der gegen die Nutzung von Bezahl-Apps spricht, ist, dass gerade in Krisenzeiten diese digitalen Systeme die Ersten sind, die eingestellt werden.

Setzen Sie weiter auf Bargeld

Sie müssen wissen: Nur Bargeld ist laut Bundesbankgesetz gesetzliches Zahlungsmittel. Alles andere sind nur Versprechen auf Bargeld.

In einer Krise verlässt sich jedoch niemand mehr auf Versprechen, sondern nur auf das tatsächliche, gesetzlich legitimierte Zahlungsmittel.

Deshalb rate ich Ihnen nach wie vor dazu, so viel wie möglich das Bargeld zu nutzen und solche digitalen Zahlungs-Systeme oder Kartenzahlungen zu vermeiden.

Damit schützen Sie Ihr Vermögen und vor allem auch die Weitergabe von vielen persönlichen Daten.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.