Bargeld-Einschränkung: Wissenschaftlicher Beirat betont Wichtigkeit von Bargeld

Erst kürzlich kam eine neue Studie der wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries an die Öffentlichkeit. Darin wurde untersucht, ob […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Erst kürzlich kam eine neue Studie der wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries an die Öffentlichkeit.

Darin wurde untersucht, ob die Gründe, welche derzeit gegen das Bargeld angeführt werden, wirklich stichhaltig sind und eine Bargeld-Einschränkung oder ein Bargeld-Verbot rechtfertigen würden.

Studie zeigt: Gründe für Bargeld-Einschränkung sind vorgeschoben

Die Gründe, welche heute von interessierter Seite genannt werden, um die Bargeld-Nutzung gesetzlich einzuschränken, sind:

  • die angeblich hohen Kosten des Bargelds,
  • die besseren Chancen zur Bekämpfung der Finanzierung von Kriminalität
  • und die Erweiterung der Möglichkeiten von Notenbanken, Negativzinsen einzuführen, wenn das Bargeld verboten wird.

Die Studie kommt jedoch zu dem eindeutigen Urteil, dass dies alles vorgeschobene – und damit nicht stichhaltige – Gründe sind.

Deshalb wurde ein solcher Eingriff in die Rechte des Bürgers als vollkommen unverhältnismäßig bezeichnet.

Die Notenbank würde durch die Herausgabe von Bargeld einen hohen Gewinn erzielen, der die Kosten dafür mehr als kompensiert.

Auch das Argument der besseren Kriminalitäts-Bekämpfung läuft ins Leere.

Denn wenn man alles verbieten würde, was Kriminelle nutzen, müssten beispielsweise auch Autos oder Mobiltelefone verboten werden.

Ausdrücklich heißt es in der Studie, dass die Aufhebung jeglicher Anonymität von Zahlungen an den Grundlagen einer freiheitlichen Gesellschaft rührt.

Bargeld-Einschränkungen drohen bei der nächsten Krise

Doch obwohl diese Studie ganz klar den Nutzen und die Bedeutung von Bargeld belegt, erwarte ich, dass es beim nächsten Finanz-Crash zu einer Bargeld-Einschränkung kommen wird.

Schon seit Längerem empfiehlt etwa der einflussreiche amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff die drastische Einschränkung von Bargeld, um eine kommende Finanzkrise zu bekämpfen.

Dabei sollen seiner Ansicht nach alle Banknoten aus dem Verkehr gezogen werden, deren Nennwert über 10 Dollar bzw. 10 € liegt.

Nur so können seiner Meinung nach Banken-Pleiten durch das Abheben von Bankguthaben in Form von Bargeld gestoppt werden.

Die Geschichte zeigt deutlich:

Solche angedachten Maßnahmen werden früher oder später von der Politik tatsächlich umgesetzt und die jetzige Diskussion darüber dient nur dazu, die Bevölkerung auf diese Aktionen mental vorzubereiten.

Das können Sie tun

Ich empfehle Ihnen schon länger, sich einen Vorrat an Bargeld zuzulegen, mit dem Sie mind. 2 Monate Ihres derzeitigen Lebensstandards abdecken können.

Da jedoch in der nächsten Krise eine Bargeld-Einschränkung droht, empfehle ich Ihnen, diesen Bargeld-Vorrat möglichst in kleinen Scheinen unter 50 € zu halten.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Günter Hannich. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt